Kaum eine Woche vergeht, in der die tausenden Anleger geschlossener Schiffsfondsbeteiligungen nicht mit Hiobsbotschaften kurz vor dem finanziellen Aus stehender Fondsschiffe konfrontiert werden. Die nicht abreißen wollende Krise auf dem Markt der Tank- und Bulkerflotten zieht zwischenzeitlich ganze Reedereien in den Abgrund. Jüngstes Beispiel: Die japanische Linienreederei Sanko Steamship.
Zinserwartungen von bis zu 9 % bei einer Laufzeit von knapp 7 Jahren bewogen im Jahr 2008 eine Vielzahl von Kapitalanlegern, sich in Form so genannter Teilschuldverschreibungen an der neuerdings in Frankfurt beheimateten Südfinanz Holding AG zu beteiligen. Das für die Anleger vermeintlich attraktive Angebot droht sich jedoch für selbige nun in das Gegenteil zu verkehren: Nach der Ende vergangenen Jahres bekannt gewordenen Insolvenz der Südfinanz Finanzanlagen Vertriebs-Aktien
Die Schreckensmeldungen für Schiffsfonds-Anleger reißen auch zu Beginn des neuen Jahres nicht ab. Aktuelles Beispiel: Der Containerflottenfonds des Emissionshauses Hanse Capital: Nach der Ende vergangener Woche erfolgten Insolvenzanmeldung droht den 1.184 Anlegern des 2005 aufgelegten Flottenfonds nun der komplette Verlust ihrer geleisteten Einlage.
Die beiden Tanker DS Performer und DS Power aus dem DS-Fonds 111 von Dr. Peters wurden am 20.12.2011 zwangsversteigert. Der Käufer ist eine Zwischengesellschaft der Commerzbank. Diese verkauft die Frachter allerdings nun voraussichtlich mit Zwischengewinn an die Anleger zurück. Die Commerzbank hatte mit der Nordea Bank gemeinsam den 2005 aufgelegten Fonds fremdfinanziert. Das Eigenkapitalvolumen betrug damals 44,7 Millionen EUR. Zuletzt war der Fonds mit rund 59,9 Millionen Dollar vers