Grünen-Politikerin Beck: Regierungsbildung in Serbien gibt Anlass zur Sorge

Die Regierungsbildung in Serbien durch die Fortschrittspartei und den Sozialisten gibt nach Ansicht der Sprecherin für Osteuropapolitik der Grünen im Bundestag, Marieluise Beck, Anlass zur Sorge. "Damit übernehmen Politiker die Regierungsgeschäfte, die in der Vergangenheit für die nationalistische Aggression Serbiens standen", sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag. Es bleibe zu hoffen, dass die beiden Parteien ihren "pro-europäischen Kurswec

Serbischer Präsident Tadic gesteht Niederlage bei Wahl ein

Der serbische Präsident Boris Tadic hat seine Niederlage in der Stichwahl gegen Oppositionschef Tomislav Nikolic eingeräumt. Dies berichten örtliche Medien am Sonntagabend. Zuvor hatte die Wahlforschungsgruppe CeSID mitgeteilt, dass Nikolic nach Auszählung von 70 Prozent der Stimmen gut zwei Prozentpunkte vor dem bisherigen Amtsinhaber liege. In Umfragen und Prognosen hatte Tadic deutlich vor Oppositionsführer Nikolic gelegen. Beobachter gehen davon aus, dass Nikolic von

Präsidentenwahl in Serbien: Oppositionsführer Nikolic laut Hochrechnung vor Tadic

Bei der Präsidentenwahl in Serbien kommt es laut einer Hochrechnung zu einer Überraschung: Entgegen allen Umfragen und Prognosen kann der Oppositionsführer Tomislav Nikolic auf einen Sieg gegen den amtierenden Präsidenten Boris Tadic hoffen. Wie die Wahlforschungsgruppe CeSID nach Auszählung von 70 Prozent der Stimmen mitteilte, liege Nikolic mit zwei Prozent vor Amtsinhaber Tadic. Die Chancen seien gering, dass sich dieser Trend noch umkehre, so die Wahlforscher. Die Pa

Geringes Interesse an Präsidenten-Wahl in Serbien

Die Stichwahl um das Präsidentenamt in Serbien ist am Sonntag auf geringes Interesse seitens der Bevölkerung gestoßen. Bis zum frühen Sonntagnachmittag hatten lediglich rund 23 Prozent der 6,8 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, wie die staatliche Wahlkommission in Belgrad mitteilte. Im Vorfeld der Wahl durchgeführte Umfragen sahen den amtierenden Präsidenten Boris Tadic mit 58 Prozent Zustimmung deutlich vor seinem Herausforderer Tomislav Nikolic. Di

Serbien: Präsident Tadic tritt vorzeitig zurück

Der serbische Präsident Boris Tadic tritt vorzeitig von seinem Amt zurück. Das berichtet das serbische Fernsehen am Mittwoch. Mit diesem Schritt macht Tadic den Weg für Neuwahlen am 6. Mai frei. Eigentlich hätte er das Amt des Staatsoberhauptes bis zum Ende des Jahres inne. Nun übernimmt Parlamentspräsidentin Slavica Djukic-Dejanovic vorübergehend die Amtsgeschäfte. Sie wird den Berichten zufolge die Wahl noch an diesem Mittwoch ausschreiben. Wahlforscher

Kosovo-Grenzkonflikt: Serbien fordert Dialog zur friedlichen Lösung

Die serbische Regierung hat im Kosovo-Grenzkonflikt erneut Gespräche für eine friedlichen Lösung gefordert. Nach einer Sondersitzung in der Nacht zum Sonntag forderten die Abgeordneten die Regierung Serbiens auf, die Interessen der Republik und der Menschen im Kosovo zu verteidigen, bis eine Lösung gefunden wird. In einer vom Parlament verabschiedeten Erklärung warfen sie außerdem den Behörden des Kosovo vor, "die Lage in der Region auf gewaltsamem Weg ve

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Hadzic in Den Haag inhaftiert

Der mutmaßliche Kriegsverbrecher Goran Hadzic ist am Freitag an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausgeliefert worden. Wie das Tribunal erklärte, ist Hadzic am Freitagmittag im Gerichtsgefängnis eingetroffen. Bei einem Zwischenstopp auf dem Weg zum Flughafen wurde Hadzic erlaubt, in der Stadt Novi Sad seine kranke Mutter zu besuchen. Danach wurde er von Belgrad aus per Flugzeug in die Niederlande geflogen. Der frühere kroatische Serbenführer war am Mittwoch im

Serbien: Hadzic soll Freitag nach Den Haag überstellt werden

Der mutmaßliche Kriegsverbrecher Goran Hadzic soll bereits am Freitag an das UN-Tribunal nach Den Haag überstellt werden. Das erklärte sein Anwalt Toma Fila am Donnerstag. Demnach habe Hadzic eine Erklärung unterschrieben, wonach er keinen Widerspruch gegen seine Auslieferung einlegen werde. Der frühere kroatisch-serbische Rebellenführer äußerte aber den Wunsch, zuvor seine Familie zu sehen. Dem wurde stattgegeben. Seine Frau, seine Schwester sowie sein

Serbischer Präsident kündigt Ermittlungen gegen Mladics Fluchthelfer an

Serbiens Staatspräsident Boris Tadic hat Ermittlungen gegen die Fluchthelfer des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic angekündigt und dabei mögliche Verwicklungen bis in höchste Regierungskreise angedeutet. Auf die Frage, ob die anstehenden Untersuchungen zu den Hintergründen von Mladics Dauerflucht für einige serbische Politiker und womöglich sogar frühere Ministerpräsidenten unangenehme Folgen haben könnten, antwortete Tadic im Int

Nach Mladic-Festnahme: Präsident Tadic verlangt für Serbien Status als EU-Beitrittskandidat

Nach der Überstellung des vergangene Woche verhafteten mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat der serbische Staatspräsident Boris Tadic die EU aufgefordert, sein Land in den Rang eines EU-Beitrittskandidaten zu erheben. Außerdem müsse der Balkanstaat ein Datum für den Beginn von Beitrittsverhandlungen erhalten. "Serbien hat die gleiche Behandlung wie unser Nachbarland Kroatien verdient, dem gleichzeitig