Bahrain: Militär übernimmt Kontrolle über Hauptstadt

In Bahrain hat das Militär die Kontrolle über Schlüsselpositionen in der Hauptstadt Manama übernommen. Medienberichten zufolge besetzte das Militär am Donnerstag ohne Vorwarnung und mit Unterstützung von Panzern und gepanzerten Transportern die meisten Teile der Stadt. Der Einmarsch geschah kurz nachdem Polizeikräfte in der Nacht das Zeltlager der Demonstranten auf dem zentralen "Perlenplatz" gewaltsam geräumt hatten. Dabei gab es mindestens drei

Ägypten: Mubarak lehnte Gespräch mit Obama ab

Der ehemalige ägyptische Präsident Husni Mubarak hat offenbar ein Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama verweigert. Dies berichtet die in London erscheinende arabische Zeitung "Al-Quds al-Arabi" am Donnerstag. In der Meldung heißt es, Mubarak fühle sich "gedemütigt und verbittert über Obamas jüngste Erklärung über die Notwendigkeit seines sofortigen Rücktritts". Deshalb habe er den Anruf abgelehnt. Weiterhin

Bahrain: Tote bei Protesten gegen Ministerpräsident Al Chalifa

Im arabischen Königreich Bahrain sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens drei Menschen bei einem Polizeieinsatz gegen Demonstranten gestorben. Nach Angaben der Krankenhäuser in der Hauptstadt Manama wurden mehr als 20 weitere Demonstranten teilweise schwer verletzt. Die Sicherheitskräfte waren unter anderem mit Tränengas und scharfen Waffen gegen die Demonstranten vorgegangen, die sich auf dem zentralen Lulu-Platz versammelt hatten. Die Polizei riegelte danach den Platz a

EU-Parlament: Sicherheitspolitischer Sprecher fordert Rückführung tunesischer Flüchtlinge

Zur Bewältigung des Flüchtlingsstroms aus Tunesien hat der sicherheitspolitische Sprecher der konservativen Mehrheitsfraktion im EU-Parlament, Michael Gahler (CDU), eine schnellstmögliche Rückkehr der Flüchtlinge in ihr Heimatland gefordert. Gahler, der auch Leiter der Afrika-Delegation des EU-Parlaments ist, sagte der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe): "Wenn wir die Flüchtlinge aus Tunesien jetzt nicht schnell zurückschicken, dann werden no

Bayerns Innenminister lehnt Aufnahme von tunesischen Flüchtlingen ab

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lehnt die Aufnahme von tunesischen Flüchtlingen in Deutschland strikt ab. "Asylanträge von Tunesiern werden keinen Erfolg haben, weil sie unbegründet sind", sagte Herrmann der "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Grund dafür seien die Veränderungen, die Tunesien in den vergangenen Wochen erlebte. Nach dem Volksaufstand und der Vertreibung von Präsident Zine el-Abidine Ben Ali im Januar gebe es keinen Gr

Netanjahu: Israel muss sich „auf das Schlimmste vorbereiten“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch erklärt, er müsse sich bezüglich der unsicheren Lage im Nachbarland Ägypten "auf das Schlimmste vorbereiten". Dies berichtet die israelische Zeitung "Haaretz". Netanjahu hoffe zwar, dass Ägyptens Bemühungen um eine demokratische Ordnung Erfolg hätten, er könne "jedoch nicht einfach auf das Beste hoffen", sondern müsse auch auf "das Schlimmste vorbereitet&quot

EU-Außenbeauftragte Ashton plant Besuch in Ägypten

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton plant einen Besuch in Ägypten. Dies wurde in einer Pressemitteilung am Mittwoch bekannt gegeben. "Ich werde nächsten Montagabend und Dienstag in Ägypten sein", sagte Ashton während ihres Besuches in Jordanien. Weitere Details sind bislang noch offen. Catherine Ashton wird die erste ranghohe ausländische Politikerin sein, die Ägypten nach dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak besucht. Zuvor konnte

Jemen: Tote nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei

In der jemenitischen Hafenstadt Aden ist nach Zusammenstößen mit der Polizei ein Demonstrant ums Leben gekommen. Berichten der Agentur "Xinhua" zufolge erlag der Mann am Mittwoch den Verletzungen, die er sich bei Auseinandersetzungen mit der Polizei zugezogen hatte. "Ein Demonstrant, der an der Demonstration teilgenommen hat, starb an den Verletzungen, die er bei Zusammenstößen mit der Bereitschaftspolizei in Aden erlitt", sagte der Bezirksrat Ahmed Tahi

Libyen: Verletzte bei Protesten gegen Staatschef Gaddafi

In der zweitgrößten libyschen Stadt Bengasi ist es in der Nacht zum Mittwoch zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Die Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse ein, dabei wurden lokalen Medienberichten zufolge 14 Menschen verletzt. Eine Bestätigung durch unabhängige Medien liegt derzeit allerdings nicht vor. An den Protesten in Bengasi sollen laut dem britischen Sender BBC über 2.000 P

Iranische Abgeordnete fordern Todesstrafe für Oppositionsführer

Angesichts der andauernden Proteste im Iran werden im Parlament des Landes Stimmen laut, die eine Exekution der Oppositionsführer fordern. Wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtet, hätten Parlamentarier am Dienstag vorgeschlagen Regierungskritiker wegen korrupten Verhaltens vor Gericht zu stellen, worauf die Todesstrafe steht. Während dieser Vorschlag im Parlament diskutiert wurde, forderten weitere Abgeordnete den Tod der Oppositionsführer Moussavi, Karroubi und