Kosovo: Serbien ist schuld am Scheitern des Abkommens

Der Außenminister des Kosovo, Enver Hoxhaj, gibt Serbien die Schuld am Scheitern des geplanten Abkommens mit seinem Land. Das sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. "Es war letztendlich die Belgrader Regierung, die den Abkommensvorschlag von Lady Ashton abgelehnt hat", sagte Hoxhaj. Der Kosovo habe in den letzten acht Monaten den Dialog mit Serbien gehabt und versucht eine normale Beziehung aufzubauen. Jedoch "bei dem letzten Treffen in Brüssel wollten die Serben vor

Serbien gegen EU-Plan für Kosovo

Serbien steht dem Plan der Europäischen Union (EU) für ein Abkommen mit dem Kosovo ablehnend gegenüber. Nachdem sich bereits am Sonntag der Regierungschef und der Staatspräsident gegen den EU-Plan ausgesprochen hatten, folgte am Montagabend das Nein der serbischen Regierung. Durch das Abkommen würden die Menschenrechte der Serben im Kosovo nicht garantiert werden, hieß es zur Begründung der Ablehnung. Generell zeigte sich die serbische Regierung jedoch weiter

Bundesaußenminister Westerwelle begrüßt volle Souveränität für Kosovo

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die volle Souveränität des Kosovo, die am Montag unter anderem in der kosovarischen Hauptstadt Pristina feierlich begangen wird, begrüßt. "Dass die Überwachung der kosovarischen Unabhängigkeit heute beendet wird, ist ein wichtiger Schritt für Kosovo und ein Erfolg der internationalen Bemühungen", so Westerwelle. Das Land habe wesentliche demokratische Anforderungen erfüllt und Fortschrit

Zwei deutsche NATO-Soldaten im Kosovo angeschossen

Im Norden des Kosovo sind zwei Bundeswehrsoldaten bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen NATO-Truppen und Serben verletzt worden. Das teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mit. Die beiden deutschen Soldaten erlitten Schussverletzungen, als KFOR-Soldaten eine von Serben errichtete Barrikade abreißen wollten. Nach Angaben der Kosovo-Schutztruppe wurden um die Ortschaft Rudare mehrere Kontrollpunkte und Schutzzonen errichtet. Mit den Barrikaden wollte

Mehrere Dutzend Verletzte bei Zusammenstößen im Nordkosovo

Bei Zusammenstößen zwischen Serben und Soldaten der Internationalen Schutztruppe KFOR sind am Montag im Norden des Kosovo mehrere Dutzend Menschen verletzt worden. Wie die Bundeswehr mitteilte, seien auch zwei deutsche Soldaten unter den Verletzten. Insgesamt seien laut KFOR 25 Soldaten, neben den deutschen auch österreichische, verletzt worden. Auf serbischer Seite soll es mehr als 30 Verletzte gegeben haben, so offizielle Angaben. Zu den Zusammenstößen war es gekomme

Kosovo: Serben errichten erneut Straßensperre

Im Norden des Kosovo haben Serben eine neue Straßensperre errichtet, die die Durchgangsstraße von Mitrovica zum Grenzübergang Brnjak blockiert. Medienberichten zufolge sei der Auslöser für die Blockade die versuchte Verhaftung eines Serben durch Polizisten der EU-Rechtsstaatsmission (EULEX) in der Ortschaft Zupce gewesen. Die Route sei mit Baumstämmen und Baugeräten versperrt worden und werde seit Samstagmorgen von zahlreichen Serben bewacht. Der in der serbi

Kosovo: Grenzstreit offenbar beendet

Der Grenzstreit zwischen dem Kosovo und Serbien ist vorerst beendet. Die Konfliktparteien haben sich nun offenbar auf eine Einigung verständigt. Demnach sollen Soldaten der Nato-Schutztruppe Kfor die beiden umstrittenen Grenzübergänge Jarinje und Brnjak bis Mitte September überwachen. Die Posten können von Pkw und Bussen passiert werden, bleiben aber für Waren geschlossen. Davon ausgenommen sind humanitäre Güter. Die Soldaten sollen die Kontrolle behalten,