Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erwägt die Aussetzung des Schengen-Abkommens, um den Strom nordafrikanischer Flüchtlinge in das Land zu unterbinden. Der im Abkommen festgelegte Umgang mit Flüchtlingen sei mangelhaft, hieß es aus Paris. Am kommenden Dienstag wolle Sarkozy diese Möglichkeit bei bei einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi in Rom besprechen, hieß es aus Regierungskreisen. Das Schengen-Abkommen erlaubt derzeit de
Nach Großbritannien will auch Frankreich Militärexperten zur Unterstützung der Rebellen nach Libyen schicken. Militärische Verbindungsoffiziere sollen helfen, die Verteidigung der Zivilbevölkerung zu koordinieren, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Paris mit. Detaillierte Angaben zu dem Einsatz machte der Sprecher nicht, es sollen jedoch weniger als zehn Offiziere sein. Der britische Außenminister William Hague hatte am Dienstag angekündigt, bis zu
Der französische Außenminister Alain Juppé hat angesichts der anhaltenden Kämpfe in Libyen Fehler des Westens eingestanden. Die Anpassungsfähigkeit des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi sei unterschätzt worden und die Lage im Land sei einen Monat nach dem von Frankreich voran getriebenen Angriff "schwierig und verworren". Am Dienstag hatten die libyschen Rebellen den Westen erstmals offiziell um die Entsendung von Bodentruppen gebeten. Laut Rebel
Frankreich wird die Anzahl seiner legalen Migranten um 10 Prozent pro Jahr verringern, um besser auf den Zustrom südlicher Einwanderer aus dem Mittelmeer-Raum reagieren zu können. Das erklärte der Innenminister Frankreichs, Claude Gueant, am Montag gegenüber dem privaten Fernsehsender "TF1". "Mein Ziel ist es, als ersten Schritt die legalen Migranten um 20.000 von 200.000 auf 180.000 zu reduzieren", so Gueant. Er gab zu Bedenken, dass 24 Prozent der nichte
Die italienischen Behörden haben damit begonnen, Migranten aus Tunesien, die illegal nach Italien eingereist waren, Aufenthaltsgenehmigungen auszustellen. Mit den Papieren können die Flüchtlinge weiter nach Frankreich oder andere EU-Staaten reisen. Rund 20 Flüchtlinge sollen italienischen Medienberichten zufolge bereits am Samstag die Grenze zu Südfrankreich überquert haben. Am Sonntag sollen weitere gefolgt sein. Hunderte tunesische Flüchtlinge warten in der n
Das am Montag in Kraft getretene Verschleierungsverbot ist bei Musliminnen in Frankreich auf offenen Protest gestoßen. Mehrere verschleierte Frauen demonstrierten bereits am Mittag vor der Pariser Kathedrale von Notre Dame gegen das neue Gesetz und für ihre Meinungs- und Religionsfreiheit. Mindestens zwei Frauen sind laut Polizeiangaben festgenommen worden, weil die Aktion nicht angemeldet gewesen sein soll. Eine 32-jährige Muslimin aus der südfranzösischen Stadt Avigno
Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy will offenbar noch in dieser Woche nach Japan reisen. Wie französische Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichten, sei für Mittwoch oder Freitag ein kurzer Besuch geplant. Sarkozy werde dabei die Hauptstadt Tokio besuchen und mit dem japanischen Premierminister Naoto Kan zusammentreffen. Die Reise soll im Zusammenhang mit dem China-Besuch des französischen Präsidenten stattfinden, den dieser am Mittwoch antr
Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy, der entscheidend zu Frankreichs führender Rolle im Libyen-Konflikt beitrug, hat das Verhalten der deutschen Regierung in dieser Krise kritisiert. In einem Gespräch mit dem "Spiegel" bezeichnete er es als "eine Katastrophe, vor allem für die Libyer, aber auch für die Deutschen". Die Enthaltung der Deutschen im Uno-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über einen militärischen Einsatz gegen den
Die Japan-Krise führt erstmals in Europa bei einem Industriekonzern zu erheblichen Lieferengpässen und damit zeitweise zu Produktionsausfällen. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagsausgabe) laufen die großen französischen und spanischen Werke des Automobilherstellers PSA Peugeot Citroën seit Mittwoch nur noch mit halber Kraft. "Wir haben die Kapazität in den Standorten um 20 bis 60 reduziert, weil uns wichtige Bauteile fehlen&
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat nach dem Ende des Gipfeltreffens in Paris gesagt, dass die Militäraktionen zur Durchsetzung der Flugverbotszone bereits begonnen haben. Die französischen Kampfjets, die bereits die Rebellen-Hochburg Bengasi überfliegen, und die Kampfflugzeuge der Koalitionspartner würden die Stadt verteidigen, so Sarkozy. An Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi gerichtet sagte Sarkozy, dass sich die Tür der Diplomatie öffnen