Irische Ministerin fordert höhere Löhne in Deutschland

Die irische Europaministerin Lucinda Creighton sieht in den deutschen Löhnen ein Schlüsselelement zur Lösung der Euro-Krise. "Ich würde mir wünschen, dass die Löhne in Deutschland stärker steigen. Dann könnten die Deutschen mehr Produkte und Dienstleistungen aus anderen Euro-Staaten kaufen", sagte die Ministerin dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Auf diese Weise könne Deutschland anderen Euro-Staaten aus der Rezession heraushe

EU setzt auf Wachstumsimpulse

Die Europäische Union will im Kampf um die Schuldenkrise stärker auf Wachstumsinitiativen setzen. Konsolidierung der Finanzen und Wachstum seien keine Gegensätze, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Sondergipfel in Brüssel. Dort hatten sich am Mittwochabend die Staats- und Regierungschefs auf eine entsprechende Agenda bis Ende Juni verständigt. Konkrete Beschlüsse gab es allerdings nicht. Bis zum Gipfel Ende Juni wolle man unter anderem Vorschläge zur S

EZB richtet Krisenstab zu Griechenland ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) wappnet sich gegen eine mögliche Eskalation der Lage in Griechenland und hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Land beschäftigt. Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Den Vorsitz hat Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen. Auch in der Bundesbank gibt es einen Krisenstab. Ihn leitet Vorstandsmitglied Joachim Nagel. Angesichts der unsicheren politischen Lage in Griechenland wird ein Austritt des Landes aus der W&auml

Griechenland: Belgiens Premier Di Rupo fordert von Euro-Ländern Zurückhaltung

Belgiens Premier Elio Di Rupo hat die Euro-Länder aufgefordert, sich mit Ratschlägen an Griechenland zurück zu halten. "Griechenland ist ein unabhängiges Land", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Die Parteien müssten allein eine Regierung bilden. Mit Blick auf die Wahlergebnisse sagte er: "Wir Europäer sollten uns zurückhalten mit Ratschlägen. Wir haben gedacht, dass Griechenland mit unserer Hilfe und unter der Übergang

Europäische Kommission plant europaweite Jobvermittlung

Die Europäische Kommission plant nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" eine "Europäische Arbeitsvermittlung". Dazu solle eine zentrale europaweite Plattform für Stellenangebote aufgebaut werden, die von den nationalen Arbeitsverwaltungen getragen und gepflegt wird. Dies gehe aus einem Vermerk des Bundesarbeitsministeriums hervor. Ministerin Ursula von der Leyen unterstütze die Pläne der Kommission. Um Doppelstrukturen zu vermeiden,

Spanien, Frankreich und Niederlande halten Defizitziele nicht ein

Spanien, Frankreich und die Niederlande werden es im kommenden Jahr nicht schaffen, die fest vereinbarte Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einzuhalten. Frankreich komme 2013 auf ein Haushaltsdefizit von 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Niederlande erreiche 4,6 Prozent und Spanien komme sogar auf 6,2 Prozent, teilte die EU-Kommission am Freitag in ihrer Konjunkturprognose in Brüssel mit. Insgesamt befinde sich der Euroraum beim Abbau der Neuverschu

EU-Sondergipfel für Ende Mai geplant

Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am 23. Mai zu einem Sondergipfel in Brüssel zusammen. Das teilten EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel mit. Den Angaben zufolge wolle man bei einem gemeinsamen Abendessen über mehr Wachstum für Europa debattieren. Außerdem gilt es für die EU-Vertreter den nächsten regulären Gipfel am 28. und 29. Juni vorzubereiten, bei dem es ebenfalls um das Wachstum in der Euro-Zone gegen wird. Indessen drohen die Wahlergebnisse

EU-Kommissarin Reding vergleicht Google mit „orwellschem Ãœberwachungsapparat“

Die Vizechefin der EU-Kommission und Justiz-Kommissarin Viviane Reding verschärft in der Auseinandersetzung mit dem US-Internetgiganten Google den Ton. "Ich habe den Eindruck, dass die Verantwortlichen von Google in diesem Fall das europäische Datenschutzrecht mit den Füßen treten", sagte Reding dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Sie bezieht sich auf einen amerikanischen Regierungsbericht. Der enthüllte vor einer Woche: Bei Google hatten mehrere M

Nato-Generalsekretär Rasmussen wegen Fall Timoschenko „tief besorgt“

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat die Ukraine ermahnt, im Fall der inhaftierten erkrankten Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten. Der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) sagte Rasmussen: "Ich bin tief besorgt, wie die ukrainische Regierung Frau Timoschenko behandelt." Im Dialog mit ukrainischen Partnern habe er klargemacht, "dass die Einhaltung der Menschenrechte und die Unabhängigkeit der