Sozialbürokratie abbauen statt Geschenke verteilen: In einem offenen Brief fordert der Bund der Selbständigen Bayern die monatliche Vorauszahlung von Sozialbeiträgen rückgängig zu machen. Durch dieses Bürokratiemonster aus dem Jahr 2005 stimmt inzwischen keine Lohnabrechnung mehr, da jeden Monat Löhne nachgerechnet werden müssten.
„Gemeinsam Zukunft gestalten.“ Unter diesem Motto steht die diesjährige Verbandstagung des Bundes der Selbständigen (BDS). Erreichen will dies Bayerns größter Mittelstandsverband mit einer Fokussierung auf klares, werteorientiertes Wirtschaften auf Basis der BDS-Leitwerte Freiheit-Verantwortung–Vertrauen. Weiteres Thema an diesem Wochenende in Kaufbeuren: Der Abbau von Bürokratie in der Staatsverwaltung und bei den Sozialversicherungen.
Der BDS Bayern lehnt die von der FDP vorgeschlagene Ausweitung der Ladenöffnungszeiten ab. Die auf dem Landesparteitag beschlossene Ausdehnung wird nur großen Filialketten mehr Umsatz bringen und gewachsene Einzelhandelsstrukturen zerstören.
Der BDS Bayern begrüßt den Ansatz der gestern beschlossenen Reform des Insolvenzrechts, mahnt aber Änderungen an. So fordert der BDS weiterhin eine Stärkung der ökonomischen Kompetenz von Insolvenzgerichten durch wirtschaftskundige Beisitzer und beharrt auf seinem Wunsch, die Arbeit von Insolvenzverwaltern durch Bewertungskataloge transparenter zu machen.