Stuttgarter Nachrichten: Türkei-Besuch der Bundespräsidenten

Weder heisere Warnungen à la Trittin, Seehofers
Parolen bereiteten dem Rechtsextremismus den Boden, noch markige
Anti-Multikulti-Reden à la Merkel bringen diese Zukunftsdebatte
weiter. Wulff wird in der Türkei deshalb alles daransetzen, den Blick
nach vorne zu richten. Nicht auszugrenzen, sondern einzubinden. Die
Chancen einer gelungenen Integration für beide Länder zu
unterstreichen. Ohne Fortschritt zu heucheln, ohne Rückschläge zu
dramatisieren. Au

Neue OZ: Kommentar zu China Grubenunglück

Zu viel Angst

Zwei Monate bangte die Welt um 33 verschüttete chilenische
Bergleute, die glücklicherweise aus fast 700 Meter Tiefe gerettet
werden konnten. Zog das Schicksal dieser Männer die Öffentlichkeit in
ihren Bann, ruft der brutale Alltag in Chinas Minen keinerlei
Proteste hervor. Weder im Land der Mitte selbst noch anderswo. Dabei
sind die offiziellen Zahlen erschreckend: Allein während des
achtwöchigen Chile-Dramas starben in China hochgerechnet meh

RNZ: Charmeoffensive
Das Werben der türkischen Regierung passt zur Herangehensweise der schwarz-gelben Koalition an die Migrationspolitik

Von Klaus Welzel

Selten herrschte so viel Einigkeit zwischen der türkischen und der
deutschen Politik, dass die so genannten Deutschtürken sich besser
integrieren müssen. Ankara und Berlin ziehen hier erstmals am
gleichen Endes des Seils. Das wird auch die Türkeireise von
Bundespräsident Wulff zeigen, der am Dienstag sogar vor dem Parlament
in Ankara sprechen wird. Die Migrationspolitik, so scheint es auf den
ersten Blick, erreicht eine neue Stufe. Sie bemüht

Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zur neuen NATO-Strategie

Die Allianz, deren ost- und
mitteleuropäische Mitglieder in der Vergangenheit Moskau zutiefst
misstrauten, ebnet den Weg zu einem gemeinsamen Sicherheitsraum, der
in der Perspektive von Vancouver bis Wladiwostok reichen könnte.
Derzeit sträubt sich vor allem Washington noch gegen die
Vorstellungen von Präsident Medwedew für eine neue
Sicherheitsarchitektur, weil dies das Ende der NATO und einen
verminderten amerikanischen Einfluss bedeuten würde. Aber denkbar

Deutsche Umwelthilfe unterstützt Initiative für besseren Schutz von Haien in der EU

Mitglieder des Europäischen Parlaments verlangen
umfassende Regelung des Finnings von Haien – Meeresbiologe Boris Worm
prangert grausame und verschwenderische Fischereipraxis bei Haien an
– Deutsche Umwelthilfe fordert als Mitglied der Shark Alliance
lückenlosen Schutz der Haie in Europa.

Abgeordnete aus Frankreich, Großbritannien, Finnland und Rumänien
haben im Europäischen Parlament (EP) eine Initiative gestartet, um
die grausame Fangpraxis des so genannten F

Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zu Chile:

Um sich vorstellen zu können, was die
Kumpel unter Tage durchmachten, brauchte man zur Zeit von Lengede
noch viel Vorstellungsvermögen. In der Mine San José konnte diesmal
die ganze Welt daran teilhaben, wie die Bergleute hofften, Briefe
schrieben oder unter Alkoholentzug litten. Per Video informierten sie
die Welt. Nie zuvor wurde eine Rettungsaktion so detailliert und in
Echtzeit dokumentiert wie diese. Kein Wunder – für Chiles Regierung
war das Spektakel mit Tausen

Köhler soll G20 beraten

Fünf Monate nach seinem Rücktritt vom Amt des
Bundespräsidenten zeichnet sich für Horst Köhler eine neue Aufgabe
ab. Wie die Wochenzeitung DIE ZEIT aus Finanzkreisen erfuhr, soll ein
mit prominenten Vertretern der internationalen Politik- und
Finanzwelt besetzter Expertenrat Konzepte für eine Reform des
Weltwährungssystems ausarbeiten. Köhler soll Mitglied des Rates
werden. Die Einrichtung des Gremiums ist Teil der Pläne Frankreichs
für ein

Kölner Stadt-Anzeiger: Ex-Außenminister Kinkel: Wir gehören in den UN-Sicherheitsrat

Köln. Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel (FDP)
hat die Wahl Deutschlands zum nicht-ständigen Mitglied des
Weltsicherheitsrates gewürdigt. Er forderte gleichzeitig einen
ständigen Sitz in dem UN-Gremium.

"Ich finde das gut", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Mittwoch-Ausgabe). "Dieser Sitz ist wichtig für Deutschland. Ich
freue mich. Ich freue mich auch für Guido Westerwelle. Denn viele
haben ja schon gehofft, d

Weser-Kurier: Der „Weser-Kurier“ (Bremen) kommentiert in seiner Ausgabe vom 13. Oktober 2010 die Wahl Deutschlands in den Weltsicherheitsrat:

Die Welt-Reform rückt näher

von Joerg Helge Wagner Die befürchtete Zitterpartie fand also
nicht statt: Deutschland wurde gestern gleich im ersten Wahlgang als
nicht-ständiges Mitglied in den Weltsicherheitsrat gewählt. Das ist
aus drei Gründen bemerkenswert. Dieses Gremium allein kann Beschlüsse
fassen, die für alle 192 UN-Mitglieder bindend sind – als letztes
Mittel kann es auch die Anwendung von militärischer Gewalt
beschließen. Mit D

Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zu den Streiks in Frankreich

Die heftigen Proteste der Franzosen
erklären sich zum einen aus ihrer politischen Kultur und zum anderen
aus dem verbreiteten Unmut über Präsident Sarkozy. Mit dessen
Rentenplänen hat die zerstrittene Linke endlich ein Ventil gefunden,
durch das sich der aufgestaute allgemeine Überdruss entladen kann.
Zuzuschreiben hat sich das der Staatschef selbst. Er, der einst als
Super-Sarko gestartet war, um das Land zu erneuern, wurde schnell ein
Mann der bunten Presse und m