Der Vater eines in Afghanistan von Taliban getöteten Deutschen hat schwere Vorwürfe gegen die Bundeswehr erhoben. "Die haben meinen Sohn verrecken lassen", sagte der Mann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Sein Sohn Rouven arbeitete als Schutzmann für eine amerikanische Entwicklungshilfeorganisation in Kundus. Er wurde beim Angriff eines Taliban-Kommandos in den Morgenstunden des 2. Juli 2010 im Alter von 32 Jahren getötet. Der Vater warf dem dama
Bei einem Selbstmordanschlag auf ein indisches Konsulat in Afghanistan sind mindestens neun Menschen getötet worden. Das teilte die örtliche Polizei mit. Mindestens 23 weitere Personen, darunter auch mehrere Kinder, wurden bei der Attacke in der Stadt Dschalalabad im Osten Afghanistans verletzt. Die drei Selbstmordattentäter wollten eigentlich das Konsulatsgebäude selbst angreifen, wurden von Sicherheitskräften aber erkannt und aufgehalten. Daraufhin ließen die Ang
In Afghanistan haben Bundeswehrsoldaten dreimal innerhalb einer Woche versehentlich Schüsse abgegeben. Dies geht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" aus einer vertraulichen Unterrichtung des Parlaments durch die Bundesregierung hervor. Die Vorfälle ereigneten sich demnach zwischen dem 17. und dem 23. Juli in Masar-i-Scharif und Kunduz. Ein Schütze wurde leicht verletzt. Im Juni war es zu zwei ähnlichen Vorfällen in Nordafghanistan gekommen.
Die Bundesregierung hat einen afghanischen Informanten des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) nach Informationen des "Spiegel" nach Deutschland geholt. Der langjährige Zuträger der Bundeswehr in Kunduz galt als akut gefährdet: Der Informant hatte dem MAD seit 2007 immer wieder Hinweise auf geplante Anschläge, Hinterhalte und Sprengfallen der Taliban gegen deutsche Soldaten geliefert. Um den Jahreswechsel flog der Afghane als Informant auf und wurde von den Ta
Nato-Kreise wollen die Aufregung in Deutschland um das "Prism"-Spähprogramm für Afghanistan nicht nachvollziehen: Für die Isaf-Soldaten sei diese ab 2011 auch von der Bundeswehr genutzte Datensammlung häufig sogar lebensrettend gewesen, berichtet die "Rheinische Post" (Freitagausgabe). Bevor zum Beispiel eine Patrouille die Route Kundus – Masar-i-Sharif befahre, werde routinemäßig "Prism" abgefragt, ob eventuell Erkenntnisse über
In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel fordern der Internationale Verband der Konferenzdolmetscher (AIIC) und der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) ein vereinfachtes Asylverfahren für die afghanischen Dolmetscher der Bundeswehr aus dringenden humanitären Gründen. Aktuelle Praxis sind Einzelfallprüfungen durch eine interministerielle Arbeitsgruppe, die bisher alle Asylanträge abgelehnt hat.
Der afghanische Bergbau- und Ölminister Wahidullah Sharani hat den Wert der Bodenschätze seines Landes auf bis zu mehrere Billionen Euro geschätzt. Unmittelbar vor einer deutsch-afghanischen Rohstoff-Konferenz in Berlin sagte Sharani in einem Interview mit der "Bild-Zeitung": "Die Schätzungen reichen von mehreren Hundert Milliarden bis zu mehreren Billionen Euro. Innerhalb von zehn Jahren könnte der Bergbau 35 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen und
Nach Ansicht von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) liegen im afghanischen Rohstoffsektor enorme Chancen. "Es gibt unterschiedlichste Stoffe, wie etwa Lithium und Seltene Erden, die für einen Industriestandort wie Deutschland relevant sind", sagte Niebel gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine Rohstoffpartnerschaft zwischen Deutschland und Afghanistan ist Niebel zufolge erwünscht. "Voraussetzung ist allerdings, dass das afghanische P
Auch in der Union wächst nun die Zahl einflussreicher Politiker, die für Friedensgespräche mit den Taliban in Afghanistan eintreten. "Die Verhandlungen sind notwendig, um die bewaffneten Auseinandersetzungen dauerhaft zu beenden", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Die Taliban müssten jedoch die afghanische Verfassung akzeptieren und auf Gewalt zur Durchsetzun
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Ankündigung des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, die Verantwortung für die Sicherheit in ganz Afghanistan zu übernehmen, begrüßt und als Meilenstein bezeichnet. "Der Beginn der letzten Phase der Übergabe der Sicherheitsverantwortung in ganz Afghanistan ist ein Meilenstein. Die heute von Präsident Karsai verkündete Entscheidung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zur vollen Sou