„Keine Gewalt im Namen Gottes! Christen und Muslime als Anwälte für den Frieden“ – Unter diesem Aufruf hat der Gesprächskreis „Christen und Muslime“ im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) im Mai 2016 eine eigene Erklärung veröffentlicht.
Gegen die Instrumentalisierung von Religion
Die aktuell zum Katholikentag erscheinende Ausgabe der Reihe „:in Religion“ macht unter dem gleichen Titel die Forderung des ZdK für den Religionsunterricht fruchtbar. Das Materialpaket aus Kopiervorlagen und digitalen Varianten der Arbeitsblätter erlaubt einen handlungsorientierten Zugang. Es bietet Arbeitsansätze für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern zur Frage, „Wie können Christen, Juden und Muslime dafür Sorge tragen, dass Religion nicht instrumentalisiert wird?“
Für den Religionsunterricht gilt es hier Aufklärungsarbeit zu leisten: Schülerinnen und Schüler inhalts- und methodenbezogene Kompetenzen zu vermitteln und diese einzuüben, um sie sprach- und dialogfähig zu machen. Dazu gehört auch die kritische Auseinandersetzung, um zu einem eigenen, begründeten Standpunkt zu gelangen.
Christen und Muslime als Anwälte des Friedens
Mithilfe von Bibel und Koran wird Fachwissen vermittelt und das eigene Urteilen ermöglicht bzw. vorbereitet. Das neu erworbene Wissen findet schließlich Anwendung in der Auseinandersetzung mit lebensnahen Beispielen eines christlich-muslimischen Dialogs, in dem sich Christen und Muslime als Anwälte des Friedens zeigen. Dadurch entstehen Grundlagen, die den Boden für die Entwicklung eigener Ideen bereiten, wie Christen und Muslime einen solchen Dialog gestalten und damit Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen können.
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