Tanzen gegen Gewalt gegen Frauen in Osnabrück und anderswo

Tanzen gegen Gewalt gegen Frauen in Osnabrück und anderswo
Osnabrück is Rising
 

Die weltweite Kampagne ONE BILLION RISING FOR JUSTICE hat sich zum Ziel gesetzt, die alltägliche Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, unübersehbar ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

In fast 160 deutschen Städten, in über 200 Ländern und auf allen Kontinenten erheben sich heute Frauen und Männer, um ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu fordern.

Valentinstag einmal anders: One Billion Rising for Justice – Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Am heutigen Valentinstag, 14.2.2014, wird weltweit gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen demonstriert und protestiert.

Die weltweite Kampagne ONE BILLION RISING FOR JUSTICE hat sich zum Ziel gesetzt, die alltägliche Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, unübersehbar ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Frauen erfahren in vielen Fällen Gewalt, allein aus dem Grund, weil sie eben Frauen sind. Für viele Frauen besteht darüber hinaus zusätzlich die Gefahr Gewalt zu erleiden oder auf andere Weise diskriminiert zu werden, weil sie sich von der „gesellschaftlichen Norm“ unterscheiden. Mehrfachdiskriminierung bedeutet, diese Frauen sind nicht allein aus geschlechtspezifischen Gründen gefährdet, sondern sie erleben parallel dazu geschlechtsunabhängige Diskriminierungen und Gewaltsituationen, die aber häufig in Kombination geschehen. So sind Frauen mit Behinderungen verstärkt sexualisierten Ãœbergriffen ausgesetzt, da häufig eine bestehende Hilflosigkeit oder auch mangelndes Selbstbewusstsein gegenüber den sogenannten „Gesunden“ ausgenutzt wird und ihre Bedürfnisse und Wünsche nicht ernst genommen werden. Häufig wird über ihre Köpfe hinweg mit Betreuungspersonen über ganz persönliche Bedürfnisse verhandelt, ohne die Betroffenen mit einzubeziehen. Oft wird ihnen nicht nur das Recht sich fortzupflanzen abgesprochen (Es gibt Nachweis dafür, dass Frauen mit geistiger Behinderung und Frauen mit psychischen Gesundheitsproblemen in einigen EU-Mitgliedstaaten Opfer von Zwangssterilisation sind.), sondern Liebesbeziehungen und Partnerschaften werden grundsätzlich unterbunden.

Migrantinnen und nicht weiße Frauen erleben Rassismus gepaart mit Frauenverachtung und sexualisierter Gewalt. In vielen Fällen führt ein ungesicherter oder nicht eigenständiger Aufenthaltsstatus dazu, dass sie sich gegen Gewalt und Diskriminierung nicht zur Wehr setzen können.

Lesbische Frauen erleben immer noch Diskriminierung und Gewalt als Frauen und als Lesben, besonders sind auch Transgender und transsexuelle Menschen von Mehrfachdiskriminierung bedroht.

In Osnabrück und fast 160 deutschen Städten, in über 200 Ländern und auf allen Kontinenten erheben sich heute Frauen und Männer, um ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu fordern.

Weitere Informationen unter:
http://onebillionrisingosnabrueck.wordpress.com