Dies ist ein Ergebnis, der am 20.10.2010 veröffentlichten Rangliste zur Lage der Pressefreiheit 2010 (World Press Freedom Index 2010) von Reporter ohne Grenzen (ROG). Taiwan nimmt in diesem Jahr Platz 48 auf der Liste ein und gewinnt damit 11 Plätze gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Deutschland steht in diesem Jahr – fast unverändert – auf Platz 17 (2009: Platz 18).
Die Organisation erklärte Taiwans schlechtes Ranking aus dem Vorjahr, mit der „Gewalt gegenüber einigen Aktivisten“ und der Einmischung der Kuomintang in „staatliche und private Medien“. Und obwohl noch einige Missstände herrschen, sind Verhaftungen und Gewaltanwendung zurückgegangen.
Trotz dieser Verbesserung rangiert Taiwan noch immer hinter Japan, Hong Kong und Südkorea, welche jeweils auf dem 11., 34. und 42. Platz liegen. Festlandchina kam auf Platz 171.
Festlandchina bleibt auf einem schlechten Rang, weil nach wie vor Zensur und Repression – vor allem in Tibet und Xinjiang – die Presse beherrschen.
Finland, Island, die Niederlande, Norwegen, Schweden und die Schweiz teilen sich den ersten Platz, während die USA Platz 20 erreichten.
Der Index bewertet vor allem Verstöße gegen die Weltpressefreiheit, legt dar, wie viel Freiheit Journalisten und Nachrichtenagenturen genießen und beinhaltet auch die Bemühungen der zuständigen Behörden, in Hinblick auf die Sicherung und den Respekt der Freiheit.