Für die Republik China (Taiwan) ist es inakzeptabel, dass Taiwan von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „Teil Festlandchinas“ bezeichnet wird. Die taiwanische Vertretung in Genf hat bereits ein entsprechendes formales Protestschreiben eingereicht.
Anlass für den Protest war ein Schreiben der WHO vom 4. Juli 2011 an Charles Tannock, dem Vorsitzenden der European Parliament-Taiwan Friendship Group. In diesem Brief hat die WHO ihre Position wiederholt dahingehend dargestellt, dass Taiwan eine Provinz Festlandchinas sei. Tannock hat daraufhin gemeinsam mit zwanzig Mitgliedern des Europaparlaments einen Protestbrief an die WHO Generaldirektorin Margaret Chan geschrieben, mit der Botschaft, dass die Aussage nicht dem internationalen Recht entspreche, und die Position gegenüber Taiwan sowohl politisch als auch moralisch ein Fehler sei.
Taiwan werde künftig, gemeinsam mit seinen Verbündeten und Freunden auf der ganzen Welt, die WHO drängen, Taiwans bedeutungsvolle Mitwirkung in der Organisation zu verbessern und auszuweiten.
In den vergangenen Jahren hat es für Taiwan, nach vielen Jahren der unfairen Behandlung seitens der Vereinten Nationen, zwar auch viele positive Entwicklungen gegeben. So wurde Taiwan in den letzten drei Jahren eingeladen, als Beobachter unter der Bezeichnung „Chinese Taipei“ an der World Health Assembly teilzunehmen. Aber Tatsache bleibt, dass die Republik China (Taiwan) seit 1971 nicht in den Vereinten Nationen vertreten ist – hauptsächlich wegen der Opposition Pekings.
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