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Die Schuldensumme auf allen Regierungsebenen betrug im Juni 2011 39,22 % von Taiwans durchschnittlichem, nominalem Bruttosozialprodukt (BSP) auf der Basis der vergangenen drei Jahre.

Das Finanzministerium machte diese Aussage, nachdem die lokale Börse am 5. August um 5,58 % sank – als Reaktion auf den US Börsensturz. Die globale finanzielle Panikstimmung wurde noch verstärkt, nachdem die Kredit Rating Agentur „Standard & Poor“ am selben Tag die langfristige Kreditwürdigkeit der USA herabstufte.

Laut einer Statistik der Asian Development Bank, beträgt Taiwans Staatsverschuldung 32,9 % des taiwanischen Bruttoinlandsproduktes von 2010. Das ist die zweitniedrigste Rate unter den Hauptökonomien Asiens und liegt deutlich unter den 220 % und 91 %, die Japan bzw. die USA zu verzeichnen haben.

Zusätzlich habe die Republik China (Taiwan) – im Gegensatz zu den USA und Europäischen Ländern – keinerlei ausstehende externe Schulden. Es ist daher höchst unwahrscheinlich, dass Taiwan eine ähnliche Kreditkrise wie Griechenland erleiden werde.

Um nachhaltige Staatsfinanzen zu sichern, vermeidet das Finanzministerium jegliche Art der Schuldenfinanzierung. Die Maßnahmen umfassen mittel- und langfristige Projekte mit dem Ziel Regierungseinnahmen zu steigern und gesetzlich verankerte Schuldenrückzahlungen anzuheben, sowie besseres Schuldenmanagement und die Einbeziehung privater Investitionen in öffentlichen infrastrukturellen Projekten.