ITGA lanciert eine weltweite Unterschriftenaktion
gegen
drakonische Massnahmen
Weltweit reagierten heute über 30 Millionen Tabakbauern mit
Empörung auf die Veröffentlichung neuer Pläne im Rahmen des
Übereinkommens zur Eindämmung des Tabakkonsums (FCTC) der
Weltgesundheitsorganisation (WHO), die den Tabakanbau regulieren
sollen. Die Bauern sind entschlossen, ihre Regierungen zu drängen,
sich den vorgeschlagenen Massnahmen entgegenzustellen.
„Indem sie Regierungen empfehlen, aus dem Tabakanbau
auszusteigen, gefährden diese ideologischen Vorschläge die
Arbeitsplätze von über 30 Millionen Bauern, ohne diesen
wirtschaftlich machbare Alternativen zu bieten“, sagte Antonio
Abrunhosa, Geschäftsführer der International Tobacco Growers–
Association (ITGA). „Die WHO hat sich regelmässig geweigert, sich im
Rahmen der Ausarbeitung ihrer Pläne mit Tabakbauern zu verständigen,
obwohl diese deren Wirtschaftszweig direkt betreffen. Sie verhält
sich wie eine Blinder, der eine Dampfwalze fährt.“
Die jetzigen Vorschläge [1] gehen weit über das ursprüngliche
Mandat des FCTC [2] hinaus. Ihr Ziel ist es, Tabakbauern zur Aufgabe
ihrer Farmen zu zwingen, indem sie die Tabakversorgung künstlich
beschränken, ohne auf den wachsenden Bedarf für die Pflanze
einzugehen. Dies wird erreicht durch Empfehlungen mit den folgenden
Absichten:
– Einschränkung der Produktion mittels Regulierung der Anbauperioden
– Verkleinerung der Anbaugebiete
– Verbot finanzieller oder technischer Unterstützung der Tabakbauern
Noch absurdere und diskriminierendere Empfehlungen, wie das
Verbot von Verträgen zwischen Bauern und ihren Abnehmern oder von
Bankkrediten an Tabakbauern wurden von den Regierungen von Ländern,
die Tabak anbauen, bereits abgelehnt. Doch könnten diese anlässlich
der nächsten Konferenz der Parteien (CoP5), die vom 12. bis 17.
November 2012 in Seoul stattfindet, wieder aufgenommen werden.
„Es ist an der Zeit, dass die Regierungen handeln und sich diesen
drakonischen Massnahmen widersetzen“, sagte Abrunhosa. Um weltweit
die Unterstützung von Regierungen gegen solche Massnahmen zu
gewinnen, lanciert die ITGA eine globale Unterschriftenaktion, die
online und durch den Verband verfügbar ist. Die Petition ersucht
Regierungschefs, „diese irrationalen und destruktiven Massnahmen
abzulehnen zugunsten eines realistischeren Ansatzes, der den
Tabakbauern dabei helfen wird, sich anzupassen, sollte die Nachfrage
nach Tabak steigen.“
Die Petition steht online zur Verfügung auf
http://protectfarmers.tobaccoleaf.org/join-our-fight.aspx
Anmerkungen für Redakteure:
1. Diese Vorschläge beziehen sich auf ?Artikel 17&18– und werden
anlässlich der CoP5 (Konferenz der Parteien), die in Seoul vom 12.
bis 17. November 2012 stattfindet, diskutiert werden. Sämtliche 175
Länder, die das Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakkonsums
(FCTC) der WHO unterzeichnet haben, dürfen an der Konferenz
teilnehmen und abstimmen.
2. Die ursprünglichen Ziele des FCTC weisen den Regierungen die
folgende Aufgabe zu: „Technische und finanzielle Unterstützung, um
den wirtschaftlichen Übergang der Tabakbauern und Arbeitskräfte,
deren Lebensgrundlage ernsthaft durch die Kontrollmassnahmen
gefährdet ist, zu erleichtern.“
3. Für weitere Informationen oder um ein Interview mit dem ITGA
Geschäftsführer und Tabakbauern Antonio Abrunhosa zu arrangieren,
kontaktieren Sie bitte John Read (Handy: + 447774476391) oder David
Alexander (Handy: + 447802412424); E-Mail: john.read@readdillon.com
oder david@readdillon.com
Weitere Informationen unter:
http://