Hamburg, 18. Oktober 2011 – In der Welt des Projektmanagements zeichnet sich derzeit ein neuer Trend ab: Die bewährten klassischen Projektmanagement-Methoden werden immer öfter durch systemische Betrachtungsweisen ergänzt und erweitert. Ausschlaggebend dafür ist die Einsicht, dass die Bearbeitung offensichtlicher sachlicher Aspekte – wie etwa das Zeitmanagement oder die Produktqualität – mitunter nicht ausreicht, um komplexe Problemlagen in Projekten zu bewältigen. „Die systemische Vorgehensweise betrachtet das Projekt im Zusammenspiel mit dem System des Gesamt-Unternehmens sowie im Hinblick auf seine Beziehungen zu beteiligten Unternehmensteilen und deren Repräsentanten“, so Mathias W. Vaagt, PM Associate bei den Hamburger Projektmanagement-Spezialisten PM FIREFIGHTERS. „Dabei entstehen wertvolle neue Erkenntnisse und Konsequenzen, die die Rahmenbedingungen von Projekten und den Projektverlauf konstruktiv verändern.“
Der systemischen Vorgehensweise liegt die Einsicht zugrunde, dass Projekte nicht an unzureichender Planung oder Steuerung scheitern, sondern am mangelnden Zusammenwirken aller Beteiligten, und an deren Haltung zu den Projektzielen. Die systemische Arbeit folgt einem Grundverständnis, das Individuen und Gruppen als komplexe soziale Systeme begreift. Diese funktionieren nicht nach Ursache und Wirkung, sondern steuern sich weitgehend selbst und unterliegen dabei vielfachen Wechselwirkungen. Die Organisations- bzw. Projektkultur sowie die Kommunikationsbeziehungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
„Für Projektmanager erweist es sich als hilfreich, im operativen Tagesgeschäft durch die ‚systemische Brille‘ auf das Geschehen zu schauen“, so Vaagt. „Kommt es allerdings im Falle einer Projektkrise zur Notwendigkeit einer Intervention, kann der Projektleiter die nötige Neutralität nicht gewährleisten, so dass ein externer Spezialist hinzugezogen werden muss.“ Solche Organisationsberater setzen darauf, zunächst die Regeln und Umstände zu verstehen, die das Verhalten der Personen im Unternehmen und im Projektteam beeinflussen. Gerät ein Projekt in eine Schräglage, so ist das ein klarer Hinweis auf eine Störung im Gesamtsystem. Ein systemisch arbeitender Experte arbeitet darauf hin, dieses zunächst zu identifizieren und gemeinsam mit dem Projektteam eine neue Balance zu schaffen. Das Ziel ist es, möglichst viele Dimensionen zu erkennen, die ein Gesamtsystem prägen. Am Ende steht eine Interventionsstrategie, die gezielt einzelne, auf den ersten Blick „kleine“ Veränderungen mit potenziell großer Wirkung umsetzt, deren Auswirkungen langfristig analysiert werden.
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