28.1.2011. Die Welthungerhilfe fordert, bereits jetzt
die wichtigsten Grundlagen für eine friedliche Entwicklung des
Südsudans zu legen. „Die Menschen müssen lernen und erfahren, dass
sich der Frieden lohnt und bezahlt macht. Es gibt eine enorme
Aufbruchsstimmung, die Südsudanesen wollen ihre Zukunft jetzt selbst
in die Hand nehmen“, sagt Wolfgang Jamann, Generalsekretär der
Welthungerhilfe. „Deshalb müssen die möglichen Stolpersteine wie
Korruption und ethnische Gewalt von Anfang an aus dem Weg geräumt
werden.“ Am kommenden Sonntag soll in Juba das vorläufige Ergebnis
des Referendums verkündet werden – das offizielle Endergebnis liegt
voraussichtlich am 14. Februar vor.
Zu den wichtigsten Forderungen gehört die Einigung über eine
gerechte Verteilung der Bodenschätze und Reichtümer des neuen
Staates. Damit verbunden ist auch die Ãœberwindung von ethnischen
Rivalitäten. Die Welthungerhilfe weist daraufhin, dass die Einnahmen
aus dem Ölgeschäft zuerst für die Entwicklung der Infrastruktur des
Landes und die Versorgung der vielen Flüchtlinge verwendet werden
müssen. „Der Aufbau von Schulen, Krankenhäusern und Straßen muss
absolute Priorität haben. Außerdem wollen die Menschen eine Regierung
ohne ethnische Rivalitäten und Korruption. Sie möchten, dass das
Problem angegangen wird, dass sich astronomischer Reichtum in wenigen
Händen konzentriert während einige Kilometer weiter die Menschen
hungern. Das Land braucht eine transparente, zielorientierte und
gerechte politische Agenda für seine Entwicklung „, fordert Jamann.
Die Welthungerhilfe war in der Vergangenheit über viele Jahre im
Südsudan tätig und wird gemeinsam mit ihren europäischen Partnern
der Alliance2015 den Aufbau des neues Staates unterstützen. Im
Rahmen von ersten Erkundungsmissionen in den letzten Monaten ist die
Welthungerhilfe als Organisation vor Ort registriert worden und
bereitet nun die ersten langfristigen Projekte vor. Großen Bedarf
gibt es bei der Integration der mehr als zwei Millionen
Binnenflüchtlinge und Rückkehrer, beim Aufbau der Infrastruktur und
bei der Entwicklung der Landwirtschaft.
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für den Neuanfang im Land.
„Es ist wichtig, jetzt zu helfen, damit das Land sich entwickeln kann
und so Konflikte vermieden werden“, so Jamann. „Spenden dürfen nicht
erst dann fließen, wenn es wieder Krieg gibt.“
Für Interviewanfragen steht Ihnen außerdem unser
Regionalkoordinator in Nairobi, Johan van der Kamp, zur Verfügung,
der gerade aus Juba zurückgekehrt ist.
Wir bitten um Spenden für die Menschen im Südsudan
Welthungerhilfe
Kontonummer 1115 Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98 Stichwort:
Sudan
Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand:
Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu
langfristigen Projekten der Entwicklungshilfe mit einheimischen
Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.
Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 6.200 Projekte in 70
Ländern mit 2 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger
und Armut
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