Studierende der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft führen Marktforschungsprojekt durch

Für die Karlsruher Online-Bildagentur Pitopia haben Studierende des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft ein Marktforschungsprojekt zum Thema Buchcover im Rahmen der Vorlesung „Dienstleistungsmarketing“ durchgeführt. Ziel der Vorlesung ist es, für ein reales Unternehmen ein Marktforschungsprojekt durchzuführen, in diesem Fall für die Bildagentur Pitopia, die seit knapp neun Jahren Bildlizenzen erfolgreich online anbietet.

Den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern

„Projekte in Zusammenarbeit mit einem realen Unternehmen innerhalb einer Vorlesung sind eher selten, obwohl die Studierenden damit wichtige Berufserfahrung sammeln, ihre spezifischen Kenntnisse einbringen und Innovationen entwickeln können“, begründet die Unternehmensberaterin und Dozentin an der Hochschule Karin Bacher das Projekt, die mit über 20 Jahren Erfahrung in Marketing, strategischer Kommunikation und Management ihr Know-how über ihre Vorlesung „Dienstleistungsmarketing“ an die Studierenden weitergibt. „Nicht nur die Unternehmen können von dem umfangreichen Wissen und den verschiedenen Fähigkeiten der Studierenden profitieren. Wenn Hochschulen mit Firmen kooperieren, kann das den Studierenden den Einstieg ins Arbeitsleben auch ganz wesentlich erleichtern“.

Theorie und Praxis

Zur Projektbearbeitung wurden vier Teams mit verschiedenen Schwerpunkten mit je fünf bis sechs Studierenden gebildet: Team Business to Customer (Endkunden¬analyse), Team Business to Business (Kundenanalyse im Geschäftspartnerbereich), Team Wettbewerbsanalyse sowie eine Gruppe, die das Unternehmen Pitopia in Sachen Kundenorientierung und Servicequalität untersuchte. Projektentwicklung und -ausarbeitung wurden von den Studierenden im vollen Umfang selbstständig organisiert und durchgeführt. Wie im „richtigen Leben“ gab es pro Team einen Leiter, der in den wöchentlichen Vorlesungen über die aktuellen Zwischenergebnisse berichtete.

Was Bildkäufer sagen

Innerhalb des Marktforschungsprojekts wurden von den Studierenden mehrere Umfragen unter Bild- und Buchkäufern durchgeführt, unter anderem auch zum Thema Bilder auf Buchcovern. Diese ergaben, dass den Bildkäufern der Verlage ein durchschnittliches Jahresbudget von bis zu 10 000 Euro für Bildmaterial zur Gestaltung von Buchcovern zur Verfügung steht, wobei sie für ein Titelbild durchschnittlich bis zu 400 Euro ausgeben. Für einen exklusiven Einsatz von Bildmaterial investieren die Bildkäufer meistens nicht mehr, aber ein Fünftel der Befragten wäre bereit, bis zu 800 Euro pro Bild zu bezahlen. Exklusive Bilder werden typischerweise in den Genres Krimi, Thriller und Kochbücher eingesetzt, wie die Hälfte der Bildkäufer angab.

Die Anbieter von Bildmaterial werden meist nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis ausgesucht. Die Ergebnisse zeigen, dass für 93 Prozent der Befragten der Preis sehr wichtig und die Qualität bei den lizenzfreien Bildern hoch angesetzt ist. Es fällt auf, dass für alle die Bildsprache ein wichtiges Argument ist.

Was Buchkäufer sagen

Die Ergebnisse der Umfragen unter Endverbrauchern zeigen, dass Bilder auf Buchcovern ein wichtiger Kaufimpuls sind. Befragt wurden Personen online und in einem Buchladen, wobei sich die Ergebnisse ähneln. Größtenteils handelte es sich um Personen unter 30 Jahren, die Mehrheit Schüler und Studenten. Für die meisten ist beim ersten Blick auf das Buch das Cover oder die Titelseite ausschlaggebend und wichtig für die Kaufentscheidung. Beim Erwerb eines E-Books ist dagegen das Titelbild weniger wichtig. Eine Tendenz für eine bestimmte Stil-Richtung beim Titelbild (Foto oder Zeichnung) ist auch nicht zu erkennen.

Weitere Informationen unter:
http://www.pitopia.de