Offenbach, 22. Juli 2014 — Die Untersuchung der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit ergab, dass Zeitarbeitsverhältnisse in der Regel etwa drei Monate dauern. Eine Ausnahme bildet die Gruppe der hochqualifizierten Akademiker, die in Deutschland mit fünf Prozent jedoch den kleinsten Anteil der Zeitarbeitnehmer stellt und damit bundesweit nicht einmal ein Prozent aller Erwerbstätigen ausmacht. Sie bleiben laut Studie durchschnittlich fünf Monate lang bei einem Personaldienstleister. Die IAB-Wissenschaftler können demnach keinen Hinweis dafür erkennen, dass Unternehmen mit geliehenem Personal ihre Stammbelegschaften ersetzen. „Die Studie widerlegt die Kritiker der Zeitarbeit“, erklärt Uwe Beyer, Geschäftsführer der Tempo-Team Management Holding. Gegen die Verdrängungsthese spricht aus seiner Sicht zudem, dass Zeitarbeiter mit 2,5 Prozent weiterhin einen unverändert niedrigen Anteil unter den abhängig Beschäftigten in Deutschland stellen.
Gleichzeitig wertet Uwe Beyer den Report des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung als ein Signal an die Politik, die Personaldienstleistungsbranche nicht weiter zu regulieren. Die Pläne der Bundesregierung, die Verweildauer von Zeitarbeitern in Unternehmen auf 18 Monate zu beschränken und den Gleichbehandlungsgrundsatz ab dem neunten Monat im Entleihbetrieb einzuführen, hält der Tempo-Team-Geschäftsführer für überzogen. Denn laut IAB-Studie würde eine Gleichbezahlungsregel nur für jeden vierten und eine begrenzte Höchstverweildauer sogar nur für jeden neunten Zeitarbeitnehmer gelten. In den weitreichenden Regulierungsplänen der Politik steckt für Uwe Beyer zudem die Gefahr, dass Arbeitslosen der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erschwert wird. Er betont: „Zeitarbeit ist nicht nur ein Flexibilisierungsinstrument für Unternehmen, sie hat vor allem Brückenfunktion für Arbeitslose und Minderqualifizierte, die zurück ins Berufsleben finden wollen.“ Gleiches gilt auch für Mütter, die nach einer Babypause wieder arbeiten wollen, aber wegen ihrer Kinder nicht flexibel genug sind, um direkt in einem Unternehmen eine Stelle zu finden. „Solchen Menschen durch Überregulierung die Chancen zu verbauen, ist gesellschaftspolitisch nicht zu verantworten“, so der Tempo-Team-Geschäftsführer. Seine These lautet: „Im Umfeld der Zeitarbeit müssen verbindliche Regeln gelten, aber diese haben die beteiligten Tarifpartner längst selbst ausgehandelt.“
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