Für manche ist Klauen ein Kavaliersdelikt, für
den Einzelhandel ein Renditekiller. Knapp 5 Mrd. Euro zahlte der
deutsche Einzelhandel von Juli 2009 bis Juni 2010 für Warenschwund.
Gemessen am Umsatz sind die Verluste auf 1,12 % (-4,3 %)
zurückgegangen. Weltweit kostete Warenschwund den Einzelhandel 87,506
Mrd. Euro (-5,6 %), so das 4. Globale Diebstahlbarometer, eine Studie
des Centre for Retail Research (Nottingham) mit Unterstützung von
Warensicherungsspezialist Checkpoint Systems (Heppenheim).
Nach dem krisenbedingten Rekordniveau in 2009 hat sich die
Situation in diesem Jahr wieder leicht erholt. Zurückzuführen ist
dies besonders auf erhöhte Investitionen des Einzelhandels in
Anti-Diebstahl-Maßnahmen: Weltweit betrugen diese 21,859 Mrd. Euro
(+9,7 %), bundesweit waren es 1,25 Mrd. Euro (+7,6 %). Trotz
abnehmender Einzelhandelskriminalität wurde jeder Haushalt in den 42
untersuchten Ländern mit durchschnittlich 152 Euro belastet, in
Deutschland mit 149 Euro. Mehr als 27 % der deutschen Händler
vermeldeten zudem einen Anstieg des Ladendiebstahls.
52,7 % der bundesweiten Verluste gehen auf das Konto von Kunden,
26,1 % verschwinden durch unehrliche Mitarbeiter. Den Rest
verschulden interne Fehler (15,8 %) und Lieferanten (5,4 %).
Gestohlen werden vor allem Markenartikel, die klein und teuer sind –
und damit leicht zu stehlen und weiterzuverkaufen. Klaurenner sind
Mode- und Bekleidungsartikel, Schönheitspflegeprodukte,
Rasierartikel, Feinkost-Lebensmittel, Spirituosen, DVDs und CDs.
Häufigste Methode im Kampf gegen Warenschwund ist die
elektronische Artikelsicherung. „Für den Einzelhandel ist die
Reduzierung von Warenschwund ein wesentlicher Schlüssel zu mehr
Erfolg und Wachstum. Gefragt sind Sicherungslösungen, die die Artikel
vor Langfingern schützen und den ehrlichen Kunden zugleich ein
verbessertes Produkt- und Einkaufserlebnis bieten“, erklärt Dirk
Endlich, Deutschland-Chef von Checkpoint Systems. „28,3 % der Top
50-Klaurenner erfahren bislang jedoch keinen besonderen Schutz.“
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Christina Westerhorstmann
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