
München, den 20. April 2016 – Können Marken ihren Wert durch Nachhaltigkeit steigern, indem sie einen für ihre Kunden sichtbaren Beitrag zur Erfüllung ideeller Bedürfnisse leisten? Ja! Der erste Sustainability Value Score, entwickelt und realisiert von Serviceplan Corporate Reputation und Biesalski & Company, zeigt, dass Nachhaltigkeit als wesentlicher Aspekt von Reputation mit zum Wertvollsten gehört, was ein Unternehmen an Kapital hat. „Erst vor kurzem hat die deutsche Wirtschaft dramatische Beispiele dafür geliefert, wie Werte vernichtet werden können und welch monetärer Schaden entstehen kann. Allein der Reputationsverlust von Volkswagen, der Deutschen Bank oder des ADAC berechnet sich mit zweistelligen Milliardenbeträgen an entgangenem Umsatz und vernichtetem Börsenwert“, erklärt Alexander Biesalski. Seit 2011 realisiert der Unternehmensberater gemeinsam mit den Nachhaltigkeitsexperten von Serviceplan die Nachhaltigkeitsstudie „Sustainability Image Score (SIS)“, die beleuchtet, welches Nachhaltigkeitsimage einzelne Unternehmen oder ganze Branchen aus Sicht der Verbraucher haben und wie sich Nachhaltigkeit auf den Markenmehrwert auswirkt. Als wichtige Ergänzung zum SIS misst der SVS nun den tatsächlichen wirtschaftlichen Erfolg von Nachhaltigkeitsimages und weist den Erklärungsanteil am Umsatz aus.
Joachim Schöpfer, Geschäftsführer von Serviceplan Corporate Reputation, erklärt: „Die Studie zeigt, dass Nachhaltigkeitsimages bereits in vielen Branchen und in vielen Unternehmen signifikant zum Umsatz beitragen. Sie zeigt aber auch, dass in vielen Branchen und in vielen Unternehmen noch Nachholbedarf besteht, bzw. das Potential, das Nachhaltigkeit bietet, noch nicht ausgeschöpft ist.“ Für Unternehmen bietet sich durch den SVS nun die Chance, Nachhaltigkeitskommunikation zielgerichtet auf den Unternehmenserfolg auszurichten.
Alexander Biesalski fügt hinzu: „Wenn Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor genutzt wird, ist der nachhaltigen Entwicklung insgesamt gedient. Mit dem SVS bieten wir den Beweis, dass sich Nachhaltigkeit lohnt und sich im Sinne eines Wettbewerbsvorteils operationalisieren lässt.“
HiPP, Frosta, Alete und Iglo schaffen mehr als 10%
Vier deutsche Unternehmen können davon ausgehen, dass ihr guter Ruf in puncto Nachhaltigkeit für mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes verantwortlich ist: HiPP führt das Ranking mit 13,2 Prozent an, wird gefolgt von Frosta mit 11,6 Prozent, von Alete mit 10,5 Prozent und von Iglo mit 10,3 Prozent. Auch Platz 5, Coppenrath&Wiese mit 9,8 Prozent, fällt noch in den Bereich Lebensmittel. Platz 6 und 7 belegen dann Miele mit 9,7 Prozent und BMW mit 9,2 Prozent.
Fahrplan für ein gutes Nachhaltigkeitsmanagement
Als Leitfaden für ein durchdachtes Nachhaltigkeitsmanagement formulieren die Studienpartner folgende Schritte:
1. Definition und Personifizierung der Zielgruppe(n)
2. Identifikation der wirklich relevanten Nachhaltigkeitsthemen aus Zielgruppensicht. Fundierte Analysen zu Status quo und Potenzial
3. Hinterlegung mit Substanz in Bezug auf: ‚Was?‘, ‚Wie?‘ und ‚Warum?‘ sowie Hinterlegung mit konkreten und nachvollziehbaren Argumentationsketten
4. Herausarbeitung von Nachhaltigkeit als differenzierender Wettbewerbsfaktor im Rahmen der Unternehmensstrategie
5. Prüfung auf Glaubwürdigkeit und Differenzierungspotenzial
6. Übersetzung der Argumentationsketten in konkrete Kommunikationsmaßnahmen und verhaltensbezogene Guidelines mit Tool-Unterstützung (Workflow)
7. Identifikation der individuell richtigen Kanäle mit Akzeptanz der Botschaft, glaubwürdiger Wirkung und hoher Verbreitung in der definierten Zielgruppe
8. Messung des Beitrags zum Unternehmenserfolg
Die Studie
Befragt wurden 8.143 Käufer bzw. Kunden von und zu 104 Unternehmen aus 16 Branchen in Deutschland. Die Berechnung des SVS basiert auf fundierten statistischen Analyseverfahren, so genannten „Multivariaten Analysen“. Die Daten zur Berechnung der Wertschöpfungsanteile von Nachhaltigkeit entstammen der Konsumentenbefragung von Facit Research, die zur Analyse des Sustainability Image Scores 2015 erhoben wurde. Die Quantifizierung der finanziellen Wirkung von Nachhaltigkeit basiert im Prinzip auf einer Gegenüberstellung der wahrgenommenen Nachhaltigkeit eines Unternehmens und dem Kaufverhalten aus Konsumentensicht. Durch Gegenüberstellung dieser beiden Mess-Dimensionen wird über alle Probanden ermittelt, inwieweit das Kaufverhalten durch die Nachhaltigkeitswahrnehmung beeinflusst wird. Beantwortet wird also die Frage, ob eine höhere Kaufbereitschaft bzw. Kaufintensität, bezogen auf die Angebote/Produkte eines Unternehmens, dadurch zu erklären ist, dass die Käufer das Unternehmen stärker als „nachhaltig“ wahrnehmen.
Die These
„Mit unserer Studie wollen wir die These belegen, dass Reputation in gesättigten und ausdifferenzierten Märkten ein entscheidender Faktor ist“, erklärt Joachim Schöpfer und ergänzt: „Denn wenn Angebote einander immer ähnlicher und in sich austauschbarer werden, ist es die Reputation, welche den eigentlichen Mehrwert einer Marke übernimmt – nämlich Orientierung zu geben und damit Vertrauen zu schaffen.“
Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Teil von Reputation – durch den Nachweis der Umsatzrelevanz von Nachhaltigkeitsimages will der SVS Unternehmen neue Impulse beim Reputationsaufbau geben.
Erfahren Sie mehr über die Kernergebnisse der Studie 2016 und das gesamte Ranking: