Bundesumweltminister Norbert Röttgen, der für den
Landesvorsitz der nordrhein-westfälischen CDU kandidiert, kommt mit
seinen Karriere-Plänen in der Bevölkerung nicht gut an. Die Frage, ob
Röttgen in der CDU eine größere Rolle spielen solle, beantworteten in
einer Umfrage für das Hamburger Magazin stern nur 24 Prozent der
Bürger mit „Ja“ – rund drei Viertel möchten das jedoch nicht: 50
Prozent sagten ausdrücklich, dass Röttgen keinen größeren Einfluss
haben solle, 26 Prozent zeigten sich unschlüssig, mochten sich damit
aber nicht für Röttgen aussprechen. Auch bei den Anhängern der Union
punktet der Umweltminister nicht: Nur ein Drittel von ihnen (34
Prozent) wünscht, dass er in der Partei aufsteigt, 44 Prozent
sprachen sich dezidiert gegen ihn aus, 22 Prozent waren unschlüssig.
Bei den befragten Bürgern in Nordrhein-Westfalen sieht das Bild
nicht besser aus. Lediglich 28 Prozent von ihnen würden gut finden,
wenn Röttgen in der Partei weiter Karriere machte. 72 Prozent der
Nordrhein-Westfalen wäre dies nicht recht: 49 Prozent sind
ausdrücklich dagegen, 23 Prozent sind unschlüssig.
In den Berufsgruppen stützen nur rund 20 Prozent der Arbeiter,
Angestellten und Selbstständigen eine weitere Parteikarriere des
Ministers. Nur die Beamten (44 Prozent) stehen hinter Röttgen, am
stärksten die mit grüner Parteipräferenz (60 Prozent).
1503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 12. und 13. August
2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte. Institut:
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