Wie die Politiker sind auch die Deutschen
gespalten in der Frage, ob und in welcher Höhe der Regelsatz für
Hartz-IV-Empfänger angehoben werden sollte. Derzeit erhält ein
Erwachsener 359 Euro monatlich (zuzüglich Wohnkosten). In einer
Umfrage für das Hamburger Magazin stern sprachen sich 52 Prozent der
Bürger gegen eine Erhöhung dieses Satzes aus – 44 Prozent sagten, er
solle unverändert bleiben, 8 Prozent meinten sogar, er solle
verringert werden. 40 Prozent waren der Ansicht, dass der Satz
heraufgesetzt werden sollte. Auf die Nachfrage an diese Gruppe, wie
hoch der Regelsatz für einen Alleinstehenden denn sein sollte, gaben
7 Prozent von ihnen 380 Euro an. 30 Prozent nannten eine Summe von
400 Euro. Die größte Zustimmung (32 Prozent) fand ein Betrag von 420
Euro. 26 Prozent sagten, es sollten in jedem Fall mehr als 420 Euro
sein.
Einig sind sich die Deutschen, dass Kinder von
Langzeitarbeitslosen statt Bargeld verstärkt Gutscheine für
Nachhilfe, Musikschule oder den Sportverein bekommen sollten. Dafür
plädierten 79 Prozent aller Befragten, am ehesten Unionswähler (86
Prozent), aber auch fast drei Viertel (71 Prozent) der
Linken-Anhänger. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) möchte, dass
Hartz-IV-Empfängern dafür weiterhin Gelder zur Verfügung gestellt
werden sollten.
Datenbasis: 1000 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 4. und
5. August 2010, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.
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