Start-up trifft Handwerk? Welche Möglichkeiten und Trends gibt es 2021?

Start-ups und Handwerk – zwei Bereiche, die man wahrscheinlich nicht gleich miteinander verbindet. Das es aber sehr wohl einige Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten gibt, und welche Möglichkeiten und Trends es für 2021 geben wird, soll in diesem Artikel thematisiert werden.

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Ein Start-up beschreibt ein Unternehmen, dass kürzlich gegründet wurde und ein innovatives sowie hohes Wachstumspotenzial hat. So kennt man Start-up Gründungen meist aus dem Bereich Marketing, Vertrieb oder Tech. Aber auch das traditionelle Handwerk mischt in der aktuellen Gründerszene durchaus kräftig mit. So schaffen junge Start-ups den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Denn die Gründerszene ist offen für neue innovative Ideen und mutige Geschäftsmodelle. Denn klar ist, ohne Handwerk geht es nicht, und aussterben werden handwerkliche Berufe wahrscheinlich nie.

Ein überraschender Boom entwickelt sich sogar derzeit, sodass sich einige Gründer gedacht haben dem schlechten Ruf des Handwerks ein Ende zu setzen. Lange Zeit stand das traditionelle Handwerk nämlich aufgrund von Preisdumping, mangelhafte Qualität und aber auch wegen erheblichen Fachkräftemangel zunehmend in der Kritik. Der Kampf gegen den mächtigen Gegner Industrie war zunächst aussichtslos und viele Traditionsbetriebe waren in der Abwärtsspirale gefangen. Doch dann tauchte ein Phänomen auf, das die Weltwirtschaft veränderte und den Kampf gegen das Minimax-Prinzip des modernen Zeitalters aufnahm: die Nachhaltigkeit.

Die Nachhaltigkeit zog über die letzten Jahre in das Gedächtnis der Gesellschaft ein und wurde bei vielen ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens. Das wissen auch die  Inhaber von Rosentaler-Schrauben, sie sagen:  “Dieser Richtungswechseln öffnete dem traditionellen Handwerk neue Türen. Zum einen fokussiert sich das Handwerk wieder auf das wesentliche und das was sie wirklich gut können, zum anderen wird der Fokus wieder auf Qualität statt Quantität gelegt, sie wissen, auch andere Handwerksunternehmen nehmen sich die Nachhaltigkeit ebenso zu Herzen und legen mehr Wert auf Langlebigkeit, Ressourcenschonung und hochwertige Materialien sowie dessen Verarbeitung und ein möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck”.

Durch Unternehmen die auf Nachhaltigkeit setzen und bewusst auf weniger statt mehr setzen um die Ressourcen zu schonen, sind viele bereit mehr für echte Wertarbeit zu zahlen. Denn so treffen Ansprüche der Verbraucher direkt auf die Komfortzone traditioneller Handwerksbetriebe und ermöglichen so das Comeback. Und der frische Wind ist spürbar, klassische Handwerksbetriebe erleben einen wirtschaftlichen Aufschwung. Eine Ausbildung im handwerklichen Bereich sichert einen Arbeitsplatz fürs Leben und neuerdings auch die Möglichkeit ein vielversprechendes Business aufzubauen. Ein weiterer Meilenstein der Branche ist die Digitalisierung. Die Digitalisierung im handwerklichen Segment ist ein wirtschaftlicher Teilbereich, der seit einigen Jahren enormes Potenzial für junge Start-ups birgt. Die Schnittstellen zwischen dem traditionellen Handwerk und dem digital-technologischen Bereich sind enorm und bieten viel Raum für kreative Geschäftsideen. Die digitalen Schnittstellen lassen sich zum Beispiel in der Baubranche finden. Die gesamte Planung findet digital und am PC statt, dieser Bereich wird nach und nach ausgebaut, heißt mit wenigen Klicks zum Traumhaus ist bald kein Traum mehr. Der Digitalisierungsprozess des Handwerks geht aber noch viel weiter. Digitale Schnittstellen zwischen Herstellern, Lieferanten und Endabnehmern werden nach und nach zum Standard.