Starke Unternehmen brauchen starke Bindungen

Starke Unternehmen brauchen starke Bindungen
Creative Director Florian Grebner (li.) im Gespräch mit den BERGWERK-Geschäftsführern Ulrike und Han
 

Was sind die Vor­aus­set­zun­gen dafür, um auch in einer schnell­le­bi­gen Bran­che eine dau­er­haft trag­fä­hi­ge Be­zie­hung zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Mit­ar­bei­ter auf­zu­bau­en?

Flo­ri­an Greb­ner: Zu­nächst ein­mal ver­hält es sich ge­nau­so, wie in jeder an­de­ren Art von Be­zie­hung auch: Der Funke muss auf der per­sön­li­chen Ebene über­sprin­gen. Ist das ge­ge­ben, kann das Ver­trau­en in­ein­an­der wach­sen. Da­ne­ben ist es wich­tig, mit­ein­an­der im Ge­spräch zu blei­ben – zu per­sön­li­chen Zie­len und zur Un­ter­neh­mens­ent­wick­lung glei­cher­ma­ßen. Dass un­se­re „Chef­fen“ im BERG­WERK immer ein Ohr für die Mit­ar­bei­ter haben, er­leich­tert das na­tür­lich un­ge­mein.

Ul­ri­ke Bren­del: Nur wenn der Mit­ar­bei­ter auch seine Per­sön­lich­keit in den Job mit ein­bringt, kann eine echte Ver­bin­dung zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer ent­ste­hen. Flo­ri­an hat von An­fang an seine Mei­nung stark ver­tre­ten, Po­si­ti­on be­zo­gen, auch wenn er wuss­te: Hier liegt Kon­flikt­po­ten­zi­al! Im Er­geb­nis trug dies aber immer dazu bei, best­mög­li­che Lö­sun­gen zu fin­den und uns selbst, das BERG­WERK wie auch un­se­re Kun­den er­folg­reich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Hans-Pe­ter Bren­del: Er­folg ist kein Selbst­läu­fer: Er­folg ist plan­bar. Das gilt na­tür­lich auch für den Er­folg in der Zu­sam­men­ar­beit. Von Chefs er­for­dert das aber auch, zu­nächst ein­mal einen Schritt zu­rück­zu­tre­ten, um den Mit­ar­bei­ter samt sei­ner Per­sön­lich­keit wahr­zu­neh­men, seine Fä­hig­kei­ten und Po­ten­zia­le be­trach­ten zu kön­nen. Da kön­nen etwa re­gel­mä­ßi­ge Ent­wick­lungs­ge­sprä­che eine Hilfe sein, los­ge­löst vom Agen­turall­tag, in ent­spann­ter, ge­müt­li­cher At­mo­sphä­re – zum Be­spiel bei einem guten Essen oder einem ge­mein­sa­men Spa­zier­gang in der Natur. In die­ser Form haben wir auch mit Flo­ri­an in der Ver­gan­gen­heit oft schon Ge­sprä­che ge­führt, die seine per­sön­li­che Ent­wick­lung ge­för­dert und die Ent­wick­lung un­se­rer Agen­tur ma­ß­geb­lich be­ein­flusst haben.

Kön­nen Sie hier­für ein Bei­spiel nen­nen? Wie sieht das in der Pra­xis aus?

Hans-Pe­ter Bren­del: Ideen, die in den ei­ge­nen Ge­dan­ken län­ge­re Zeit gären, kön­nen in sol­chen Ge­sprä­chen for­mu­liert wer­den. Wich­tig ist, dass sich alle Teil­neh­mer die Zeit neh­men, die Ideen des An­de­ren wir­ken zu las­sen und ihnen offen ge­gen­über­ste­hen. Flo­ri­an Greb­ner zum Bei­spiel hat in solch einem Ge­spräch – di­rekt nach Ab­schluss sei­ner Aus­bil­dung – sein per­sön­li­ches Ent­wick­lungs­ziel selbst­be­wusst for­mu­liert: Seine Vi­si­on war es, mit 30 Jah­ren Crea­ti­ve Di­rec­tor zu sein. Und heute pro­fi­tie­ren wir ge­mein­sam vom Er­rei­chen sei­nes Ziels, denn als Crea­ti­ve Di­rec­tor ver­leiht Flo­ri­an Greb­ner un­se­rer Un­ter­neh­mens­mar­ke wie auch den Un­ter­neh­men un­se­rer Kun­den ein­zig­ar­ti­ge Iden­ti­tä­ten.

Flo­ri­an Greb­ner: Das stimmt, je­doch reicht das For­mu­lie­ren sol­cher Ziele al­lei­ne nicht. Beide Sei­ten müs­sen kon­se­quent an deren Um­set­zung ar­bei­ten. Mit­ar­bei­ter müs­sen sich be­wusst sein, dass der­ar­ti­ge Ziele nicht durch die An­häu­fung von Ein­zel­leis­tun­gen er­reicht wer­den. Ge­mein­sam mit den Jah­ren muss auch die Per­sön­lich­keit wach­sen, die viel zi­tier­ten Soft Skills müs­sen rei­fen, um eine Po­si­ti­on wie die eines Crea­ti­ve Di­rec­tors aus­fül­len zu kön­nen. Gleich­zei­tig liegt es an den Vor­ge­setz­ten, die Rah­men­be­din­gun­gen für diese Pro­zes­se zu lie­fern.

Ul­ri­ke Bren­del: Grund­la­ge dafür ist zu­nächst ein Ver­trau­ens­vor­schuss, den wir als Ge­schäfts­füh­rer un­se­ren An­ge­stell­ten gerne ent­ge­gen­brin­gen. Uns ist daran ge­le­gen, jedem Kum­pel, wie sich un­se­re Mit­ar­bei­ter selbst be­zeich­nen, einen in­di­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­kor­ri­dor zu er­öff­nen. Die Ziele be­stimmt jeder selbst, an der Um­set­zung ar­bei­ten wir kon­ti­nu­ier­lich ge­mein­sam. Ziele kön­nen zum Be­spiel be­stimm­te Po­si­tio­nen oder Ge­halts­vor­stel­lun­gen sein, aber auch in­di­vi­du­ell ge­steck­te Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che. Un­se­re Er­fah­rung hat ge­zeigt: Die­ses Ver­trau­en stärkt die Bin­dung zwi­schen uns als Ge­schäfts­füh­rern und un­se­ren Kum­pels. Und aus der star­ken Iden­ti­fi­ka­ti­on mit un­se­rem BERG­WERK kön­nen sich viel­fäl­ti­ge Ent­wick­lungs­chan­cen für die Agen­tur als Gan­zes er­ge­ben.

Wie kön­nen sol­che Ent­wick­lungs­chan­cen kon­kret aus­se­hen?

Ul­ri­ke Bren­del: Sol­che Chan­cen er­ge­ben sich meist aus Ideen, die im ge­mein­sa­men Ge­spräch auf­kom­men. Wer diese er­kennt und an der Um­set­zung kon­se­quent ar­bei­tet, kann das er­le­ben, was wir bei­spiels­wei­se mit Flo­ri­an er­lebt haben: Es ist sei­ner Idee und nicht zu­letzt sei­ner Hart­nä­ckig­keit und Aus­dau­er zu ver­dan­ken, dass wir 2011 mit der Um­fir­mie­rung von Kom­mid­Kon­zept zu BERG­WERK eine neue Ära un­se­rer Un­ter­neh­mens­ge­schich­te ein­läu­ten konn­ten.

Hans-Pe­ter Bren­del: Heute ist ganz klar: Der Schritt hin zum BERG­WERK war der ent­schei­den­de Fak­tor dafür, dass wir in der Öf­fent­lich­keit und bei un­se­ren Kun­den eine so star­ke Wahr­neh­mung ge­nie­ßen. Und im End­ef­fekt ist es diese Wahr­neh­mung mit ihrer zu­grun­de­lie­gen­den ge­leb­ten Phi­lo­so­phie, die un­se­re Kun­den dazu ver­an­lasst, dem BERG­WERK lang­fris­tig ihr Ver­trau­en zu schen­ken. Unser brei­ter, ak­ti­ver und in­no­va­ti­ver Kun­den­stamm wie­der­um er­mög­licht es uns als Agen­tur, wei­ter zu wach­sen und auch un­se­re Zu­kunft aktiv zu ge­stal­ten.

Flo­ri­an Greb­ner: Als Mit­ar­bei­ter bin ich stolz dar­auf, sagen zu kön­nen, das ist auch mein BERG­WERK. In der Agen­tur­bran­che braucht man oft eine Por­ti­on Mut, reich­lich Of­fen­heit und das Quan­tum Ver­rückt­heit, um nach vorne zu gehen – das gilt für den ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter wie auch für die ge­sam­te Agen­tur. In un­se­rem Fall hat das ganz gut funk­tio­niert.