
Zwei Monate vor seinem Tod erfand der sowjetische Diktator Josef
Stalin eine Verschwörung von Medizinern meist jüdischer Herkunft:
eine brutale antisemitische Kampagne, über die die Dokumentation
„Stalins letzte Säuberungen“ informiert. Sie ist erstmals am
Dienstag, 8. Dezember 2015, 19.30 Uhr, in ZDFinfo zu sehen.
Jüdische Ärzte wurden im Januar 1953 beschuldigt, höchste
Würdenträger des sowjetischen Regimes getötet zu haben. In dieser
Dokumentation über die inszenierte „Ärzteverschwörung“ erzählen
Kinder und Freunde der Opfer zum ersten Mal von ihren Erfahrungen und
ihrem Leid während dieser Schreckenszeit.
Nach den ersten Verhaftungen der vermeintlichen Verschwörer
folgten zahlreiche weitere willkürliche Festnahmen, verbunden mit
Schauprozessen und antisemitischer Propaganda. Am 1. März 1953 soll
sich Stalin noch selbst nach dem Stand der Vorbereitungen für den
Ärzte-Prozess erkundigt haben. Nachdem der Diktator vier Tage später
gestorben war, wurden die Vorwürfe von der neuen sowjetischen Führung
nicht weiter aufrechterhalten und die Verhafteten freigesprochen.
Die Dokumentation „Stalins letzte Säuberungen“ ist eine Produktion
der französischen Firma ZED aus dem vergangenen Jahr und wird
international unter dem Titel „Stalin–s Last Plot“ vertrieben. In
ZDFinfo ist die Dokumentation erneut am Dienstag, 15. Dezember 2015,
13.30, Uhr zu sehen.
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