Das Programm, das geschädigten Unternehmen eine zu 100% geförderte Beratung versprach, wurde beendet. Der Grund: Es gab zu viele Anträge und zu wenig Geld. Von Anfang an war dieses Programm nicht ausfinanziert – man habe nicht mit so vielen Förderanträgen gerechnet. Bisher sind rund 27.000 Anträge eingegangen. In Deutschland gibt es aktuelle rund 3,5 Mio kleine und mittlere Unternehmen. Von denen haben also ganze 0,7% einen Antrag auf Förderung gestellt. Wieder einmal zeigt sich, das kleine Unternehmen, Freiberufler und Soloselbstständige keine Lobby haben, obwohl sie den Großteil aller Unternehmen stellen, unzählige Arbeits- und Ausbildungsplätze bereithalten und rund 50% des BIP erwirtschaften.
Ein weiterer Grund für die Einstellung des Programmes seien Anträge, die in betrügerischer Absicht gestellt worden seien. Hätte man sich vor dem Start des Förderprogrammes ein paar Gedanken gemacht, hätte man die Vielzahl von Anträgen zur Neuakkreditierung von Beratern verhindern können (eine Akkreditierung ist notwendig, um für dieses Programm als Berater tätig werden zu dürfen). Warum hat man nicht von vornherein auf Bestandsberater zurückgegriffen, die bereits seit Jahren qualifiziert und ehrlich arbeiten? Offensichtliche Betrüger, die nachweislich mehr Anträge stellen als sie je bearbeiten können, hätte man unverzüglich sperren müssen. Es ist für ehrbare Beratungsunternehmen unerträglich, mit Betrügern in einen Topf geworfen zu werden! Noch schlimmer ist die Situation jedoch für die Unternehmen, die mit Hilfe einer Beratung Weg aus der nicht selbst verschuldeten Krise finden wollten.