Sportfreunde Stiller Bassist steigt in Münchner Start-Up ein

Sportfreunde Stiller Bassist steigt in Münchner Start-Up ein
Startup Alm Gründer
 

Bassist der Sportfreunde Stiller steigt in New Work Startup ein

Rüdiger Linhof wird ab sofort das Team der Startup Alm GmbH mit Sitz in München als Gesellschafter und innovativer Denker verstärken. Ein ungewöhnlicher und doch nachvollziehbarer Wechsel aus der Musikbranche heraus rein in die Welt des Neuen Arbeitens.

Als sich die Band Sportfreunde Stiller 2017 zu einer Pause entschloss, begab sich Rüdiger Lin-hof auf die Suche nach neuen Themen. Fündig wurde er im Startup Bereich. Auf einer Münchner Startup-Konferenz lernte er Kim Wlach und Jonas Schneider kennen, die Teams raus ins Offsite in die Berge nehmen, um ihnen einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen und sie dabei menschlich näher zusammenzubringen.

Mit den beiden Startup Alm-Gründern baut er nun ein Unternehmen auf, um innovative Teams inhaltlich auf dem Weg in eine neue Arbeitswelt zu begleiten.
Was bewegt jemanden wie Rüdiger Linhof, noch einmal von vorne zu starten, neue Wege zu wagen und die Zähne ins Leben zu schlagen? Nach 20 Jahren Sportfreunde Stiller mit Hits, Sta-dionkonzerten und Weltmeisterschaften könnte man meinen, irgendwann lässt es sich auch gut das Leben ruhiger angehen. Das ist Nichts für Linhof, er suchte erneut eine Band, aber diesmal ohne die Musik.
Linhof: „Wieder eine Band zu gründen, kam nicht in Frage, die eine war einmalig. Ich wollte eine Band finden ohne Musik. Gleichzeitig wollte ich aber schon auch das größenwahnsinnige Hel-dengefühl behalten, das eine Musikband vorantreibt. Arbeit und alles, was das mit dem Men-schen und der Gesellschaft macht, in einem positiveren Sinne zu gestalten. Dieses Ziel fühlt sich besser an als daheim auf dem Sofa zu sitzen und darauf zu warten, dass die Bandpause endlich vorbei ist.“

Neue Wege zu gehen, auch in einem Team, darum geht es ihm bei der Startup Alm. Denn Neue Arbeit braucht neue Methoden. Teams brauchen ähnlich wie Bands Zeit und Raum, um kreativ zu werden, um Strukturen und festgefahrene Muster neu zu denken. Linhof: „Für die Band war es damals wichtig, den Ort und die Perspektive regelmäßig zu wechseln. So manches Album haben wir auf einer Hütte geschrieben.“ Den Teams rät er deshalb: „Werdet aktiv. Verändert eure Teamarbeit. Fahrt raus an einen ungestörten Ort, in die Stille. Testet, was passiert, wenn ihr den Stecker zieht und im Team gemeinsam Neues erlebt.“ Auf der Startup Alm werden die Teams methodisch bei ihrer Teamentwicklung begleitet. Der Ort spielt dabei eine ebenso wich-tige Rolle wie die Inhalte: Die Teams schätzen die ursprüngliche Atmosphäre und das Zusam-menkommen, wie es in den Bergen Tradition ist.

Zurück zur Basis, so könnte man auch Linhofs Start in der Startup-Welt bezeichnen: E-Mails schreiben, Geschäftsmodelle durchrechnen. Das ist für ihn als Musiker noch eine Umstellung. Ihm geht es darum, das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Was ihm liegt ist das Netzwerken. Er möchte eine Community aus Vordenkern und Führungskräften aufbauen, die etwas im Bereich New Work bewegen wollen. Über das Netzwerk sucht das Startup Alm Team auch gerade nach Bauernhäusern, die sie in weitere Startup Alm Offsite Locations verwandeln können. Am Ende erfüllt sich vielleicht dann auch noch ein persönlicher Traum von Linhof: mit einem Fendt-Traktor und einem Bier durch die Streuobstwiesen der nächsten Startup Alm zu ackern.