
Der asiatische Raum ist und bleibt Produktionsstandort Nummer eins. Allen voran die Volksrepublik China, jedoch mit abnehmender Tendenz. „Lohnkosten spielen die alles entscheidende Rolle im Wertschöpfungsprozess der Sportartikelindustrie. Die globalisierte Arbeitsteilung ist so extrem wie noch nie zuvor“, fasst Diplom Sportökonom und Studienautor Jochen Fendt, Marketmedia24, die außenwirtschaftliche Situation zusammen. Denn für den Vertrieb und die Emotionalisierung der Marke sind die Zentralen an den Absatzmärkten zuständig, um die Herstellung der Waren kümmern sich asiatische Niedriglohnländer. Dennoch steht das Thema Industrie 4.0 bei den großen Herstellern auf der Agenda. Vollautomatisierte Produktionen, abgekoppelt vom Kostenfaktor Arbeitskraft, sollen den Konsumentenbedürfnissen nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und zeitnaher Verfügbarkeit gerecht werden.
Rekordergebnisse gab es nicht nur auf Seiten des Imports, sondern auch beim Exportgeschäft der deutschen Sportartikelindustrie. So wurden 2015 Waren im Wert von insgesamt 2,6 Milliarden Euro ins Ausland exportiert. Das sind 12,7 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Wichtigstes Exportland ist dabei Frankreich (471 Millionen Euro), gefolgt von Alpen-Nachbar Österreich (272 Millionen Euro). Ähnlich große Ausfuhrvolumen gehen nach Polen und in die Niederlande. Obwohl das Referendum der Briten zugunsten einer Aufkündigung der EU-Mitgliedschaft zunächst mit Sorge betrachtet wurde – immerhin liefern deutsche Sportartikelhersteller Waren im Wert von 211 Millionen Euro ins Vereinigte Königreich – sind die Auswirkungen durch den Brexit gar nicht so dramatisch. Die Briten selbst dürfte es stärker treffen. In Folge ist auch nicht damit zu rechnen, dass der Absatzmarkt Großbritannien für den deutschen Sportartikelexport enormen Schaden erleidet.
Mit einer Umsatzspitze von 755 Millionen Euro brach der Distanzhandel 2015 einen weiteren Rekord. Aber auch der stationäre Handel mischt im Online-Business kräftig mit. „Den online generierten Umsatz bei den stationären Fachhändlern beziffern wir aktuell auf etwa 15 Prozent“, unterstreicht Marketmedia24-Marktforschungsleiter Karl Oerder die zunehmende Relevanz des Multichannel-Retailings. Für den Konsumenten spielt es eine immer geringere Rolle, über welche Vertriebskanäle er seine Ware bezieht.
Sport ist und bleibt Megatrend, auch wenn es der Branche aufgrund ihrer Wetterabhängigkeit die Jahresumsätze verhageln kann. Marktpotenzial liegt im Frauensegment, das die Marktteilnehmer derzeit stark fokussieren. Fitness und Running sind weitere Aspiranten für Bestmarken auf der Jagd nach angehenden Rekorden.
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