Nach den tagelangen Protesten vornehmlich junger Spanier hat Regierungschef José Luiz Zapatero erklärt, dass er bis Samstag abwarten wolle, ehe er die Entscheidung der spanischen Wahlkommission beurteilen werde. Diese hatte die geplanten Protestkundgebungen am Wochenende für illegal erklärt, da die Demonstrationen die für Sonntag geplanten Regional- und Kommunalwahlen stören könnten. Zugleich äußerte Zapatero Verständnis für die Forderungen der Demonstranten. Er ließ es zunächst offen, ob die zahlreichen Protestcamps in verschiedenen spanischen Städten aufgelöst werden, da die Proteste bislang friedlich verlaufen seien. „Das Innenministerium wird richtig und klug handeln“, so der Regierungschef, dessen Partei bei den Wahlen am Sonntag mit einer herben Niederlage rechnen muss. Unterdessen kündigten die Protestgruppen auf dem bekannten Puerta del Sol-Platz in Madrid eine weitere Kundgebung an. Die „stille“ Protestaktion solle um Mitternacht in der Nacht zu Samstag beginnen. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, die derzeit bei 21 Prozent liegt, gilt als Grund für die andauernden Proteste in vielen spanischen Städten. Allerdings fordern die Demonstranten auch politische und soziale Reformen in dem südeuropäischen Land.
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