Eine Social-Media-Hitliste, auf der bei keiner Betrachtung Facebook auf Platz 1 liegt? So was gibt es in der Tat. Man muss dazu nur einen näheren Blick auf die Landschaft deutscher Anwaltskanzleien werfen.
Die divia GmbH hat im April und Oktober 2013 die Social Media Auftritte der laut JUVE 2011/12 umsatzstärksten deutschen Anwaltskanzleien untersucht. 80 Prozent der untersuchten Unternehmen engagieren sich aktiv in Social Media. Dabei liegt Twitter (58%) knapp vor LinkedIn (56%) und Xing (52%). Facebook wird nur von 36% der Sozietäten genutzt. Blogs fristen mit 20 Prozent Einsatzquote noch ein Schattendasein.
Anstieg der Profilzahlen, Nutzungsrate konstant
Im Zeitraum von April bis Oktober stieg die Zahl der aktiven Social Media Profile um 31 Prozent. Allerdings unterhalten die Anwaltskanzleien auch einige „Karteileichen“. Insgesamt existieren 218 Präsenzen in den sozialen Netzwerken, von denen aber nur 148 aktiv mit Posts versorgt werden. Dieser Anteil von 68% an genutzten Profilen ist trotz des zu beobachtenden Zuwachses an Profilen gleich geblieben. Im Schnitt unterhalten die 50 größten Kanzleien damit durchschnittlich 4,36 Profile, von denen allerdings nur 2,96 aktiv genutzt werden.
Auf Twitter werden im Schnitt 3170 Follower mit Infos versorgt, auf LinkedIn 8005. Die Facebook Accounts adressieren durchschnittlich 530 Fans. Nur die Reichweite der Google+ und Youtube-Kanäle ist noch geringer.
Auch wenn die Auswahl der umsatzstärksten Kanzleien nur einen kleinen Ausschnitt der Anwalts-Landschaft in Deutschland wiedergibt, so wird zumindest für dieses Segment klar: Der Stellenwert von Social Media steigt auch in Branchen, die gemeinhin nicht als affin gelten.
Weitere Informationen unter:
http://www.divia.de/2013/12/social-media/twitter-ist-anwalts-liebling/