So sieht die Online Recruiting Praxis 2015 bei IT-/ Engineering-Unternehmen aus

Wichtige Kontaktpunkte für Bewerber-Erstkontakte im Fokus

Untersucht wurden die drei wichtigen Bewerber-Kontaktpunkte Karriereseiten, Online-Stellenanzeigen und Social Media-Präsenz. Bewerberrelevante Themen wie Informationsgehalt, Benutzerfreundlichkeit, Interaktionsangebote sowie Erreichbarkeit und Auffindbarkeit standen dabei im Fokus.

Zeigen die Technik-Profis, was sie drauf haben?

Der Online-Recruiting-Index der untersuchten Arbeitgeber liegt um die 60. Er gibt die durchschnittliche Bewertung über alle Bewertungskriterien an und kann zwischen 0 und 100 liegen. Da ist also noch Luft nach oben. Schaut man auf die Details, fallen z.B. diese Ergebnisse ins Auge:

Beispiel Karriereseiten – ein paar auffällige Detailergebnisse

– Es wird mit wichtigen Informationen gegeizt: Bei Unternehmensbeschreibungen fehlen Hinweise auf Werte und Soziale Verantwortung (CSR), bei Arbeitsbedingungen wird zu stark auf Weiterbildung/Entwicklung sowie Arbeitsklima fokussiert und die immer auch noch wichtigen Aspekte wie Vergütung, Arbeitszeit oder Arbeitgeberleistungen vernachlässigt. Ãœber die Erwartungen an Bewerbungen und das Auswahlverfahren schweigen sich etwa die Hälfte der Firmen aus.

– Die Benutzerfreundlichkeit hat klare Abstriche: Ãœber 2/3 der Seiten sind schwer oder eingeschränkt lesbar, insbesondere wegen Schriftgröße und Zeilenabständen. Den Mobile-friendly-Check besteht nur jede 3. Karriereseite, ein weiteres Drittel mit deutlichen Abstrichen. Visualisierungen werden zu wenig genutzt: auf 80% der Seiten findet man keine Infografiken, über die Hälfte der Seiten verzichtet auf Videoeinsatz, 40% auf die Einbindung von Fotos. Eingesetzte Fotos „leiden“ oft an fehlender Authentizität und inhaltlicher Passung sowie zu kleiner Größe. Und einen persönlichen Ansprechpartner findet man nur auf etwas mehr als der Hälfte der Karriereseiten. Die Verlinkung zu anderen Informationen im Netz stellen nur knapp 50% der Firmen her.

– Die einfache und schnelle Auffindbarkeit wird noch zu wenig unterstützt. 40% der Seiten haben lange, komplizierte oder kryptische Adressen, die nicht nur wenig professionell wirken, sondern auch die Wiederauffindbarkeit erschweren. Und erst knapp 50% haben wichtige Onsite-SEO-Maßnahmen durchgeführt.

Gerade im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit und Erreichbarkeit würde man bei stark technisch orientierten Unternehmen eigentlich mehr erwarten. Vergleicht man die Ergebnisse jedoch mit den in der 2. Staffel von #OReP15 untersuchten Krankenhäusern, schneiden die Seiten der IT-/Engineering-Arbeitgeber allerdings deutlich besser ab.
Alle Ergebnisse – auch die zu den beiden Bewerber-Kontaktpunkten Online-Stellenanzeigen und Social Media-Präsenz – stehen in einem Ergebnisbericht hier zum Download zur Verfügung www.recruiting-check.de/orep15.

Zum Untersuchungsdesign

Durchgeführt wurde die 3. Staffel von #OReP15 im August/September 2015. Die Untersuchung ist Teil einer breit angelegten Studie zur Online Recruiting Praxis 2015 in verschiedenen Engpassbereichen des Arbeitsmarktes. Die Bewertung erfolgt auf Basis von insgesamt 170 Bewertungskriterien. Studienorganisatoren sind die Recruiting-Experten von upo – Bausteine für Rekrutierungserfolg in Kooperation mit dem Fachportal Rekrutierungserfolg.de.