So schaffen Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke

Köln, 14.04.2011 – Wer nach außen hin glänzen will, muss erst einmal innen putzen. Nur nach diesem Motto kann Employer Branding – das Schaffen einer Arbeitgebermarke – funktionieren, ist der HR-Experte Prof. Dr. Christoph Beck überzeugt. Im exklusiven Interview mit dem IPA Institutsbrief räumt der Professor für Personal- und Bildungswesen an der FH Koblenz mit falschen Vorstellungen über Employer Branding auf und gibt konkrete Tipps, wie Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern können.

Alle Mitarbeiter müssen die Arbeitgebermarke verinnerlichen
„Die Unternehmen sind zu schnell bei den Kommunikationsinstrumenten. Oft steht die externe Kommunikation vor der internen – das dürfte einer der kardinalen Fehler beim Employer Branding-Prozess sein“, so Beck im Interview. Mittels Befragungen und Workshops müssen die Positionierungsmerkmale gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeitet und in Personalentwicklungs-Programme integriert werden. Erst wenn alle Mitarbeiter die eigene Arbeitgebermarke mit ihren Werten und Zielen kennen und möglichst internalisiert haben, startet der Branding-Prozess nach außen mittels Bewerberbroschüren, Stellenanzeigen und Marketingaktionen.

Employer Branding ist die Basis für gutes Talentmanagement
Employer Branding ist also mehr als Personalmarketing, wie viele Unternehmen irrtümlicherweise denken. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren wird die Positionierung als attraktive Arbeitgebermarke für Unternehmen immer wichtiger. Denn: „Talentmanagement beginnt heute schon vor dem Bewerbungsprozess: damit, sich als Arbeitgeber für die besten Kandidaten attraktiv zu machen“, erläutert Ursula Vranken, Leiterin des IPA Instituts für Personalentwicklung und Arbeitsorganisation.