Berlin, 20. November 2019 – Das Thema Sicherheit wird künftig noch stärker fokussiert und neben der Pünktlichkeit zu einem der Top-Themen der Deutschen Bahn. In einem gemeinsamen Positionspapier haben sich der Konzernbetriebsrat DB AG (KBR DB AG), die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Deutsche Bahn AG auf die Grundlagen der zukünftigen Sicherheitsstrategie verständigt. Mit diesem neuen Positionspapier wird der Grundgedanke der im März 2017 abgeschlossenen trilateralen Vereinbarung „Sicher unterwegs“ weitergeführt.
„Geschäftsfeldübergreifend, lageorientiert und bedarfsgerecht sind dabei die entscheidenden Schlagworte für eine erfolgreiche Sicherheitsstrategie“, so Jens Schwarz (Vorsitzender KBR DB AG). Um Kunden und Mitarbeiter noch besser schützen zu können, müssen bedrohliche Situationen frühzeitig erkannt, beurteilt und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Die Früherkennung etwaiger Sicherheitsrisiken soll bspw. durch den neuen Security-Radar erleichtert werden, der sicherheitsrelevante Ereignisse grafisch darstellt. „Einen besseren Schutz gewährleisten wir aber nicht allein durch neue Strategien und Konzepte, es muss auch genügend qualifiziertes Personal vorhanden sein. Deswegen lagen uns besonders die vereinbarte Erhöhung der Eigenleistungsquote auf mindestens 90 Prozent sowie die bessere Qualifizierung und Ausstattung unserer Kolleginnen und Kollegen im Sicherheitsdienst am Herzen.“
Die Sicherheit im Schienenverkehr obliege jedoch nicht allein der Deutschen Bahn, merkt Jens Schwarz weiter an. „Die Aufgabenträger im Regionalverkehr sind genauso in der Verantwortung. Schon 2016 haben wir als KBR DB AG die Aufgabenträger und die Politik aufgefordert, einheitliche Sicherheitsstandards in den Ausschreibungen für Verkehrsverträge verbindlich festzuschreiben. An dieser Forderung halten wir nach wie vor fest.“