
Praktikantinnen: „ wir freuen uns für unsere Uni-Arbeit dieses Interview mit Ihnen zu machen. Wir danken Ihnen, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben. Herr Dantse, in einem ihrer Vorträge sagen Sie, dass Manager sexuell aktiver sind. Heißt es Führungsangestellte sind Sexmonster?“
Dantse: „Sie sind öfter in Situation, wo der Körper Adrenalin ausschüttet, das wiederum die Produktion des Testosterons anregt. Die Manager bzw. Menschen, die viel leisten und ständig unter Erfolgsdruck sind, brauchen nicht weniger oder mehr Sex , sie brauchen von Zeit zur Zeit einen anderen Sex, etwas Besonderes.“
Praktikantinnen „Warum?“
Dantse: „Ein Manager ist jemand, der viele Informationen gleichzeig absorbiert, analysiert, aussortiert und Entscheidungen trifft. Er trägt manchmal die Verantwortung für eine ganze Abteilung oder sogar die ganze Firma. Er muss immer alles richtig entscheiden. Der Druck ist hart und enorm. Oft muss er auch ständig, jeden Tag, um seinen Stuhl kämpfen. Er muss sich behaupten, weil links und rechts andere stehen, die auch nach oben wollen. Das sind für einen Mensch so viele Stromstöße, die irgendwo wieder raus gehen müssen.“
Praktikantinnen: „Das kann er doch zum Beispiel durch den Sport.“
Dantse: „Der Sport allein reicht nicht, um den Energie-Flux in einem Körper zu regeln. Sonst würden gerade Sportler nicht so sexuell aktiv sein. Der Sport regt im Gegenteil die Produktion des Testosterons an. Ja der Sport sorgt für mehr Testosteron und dabei ist der Sport entspannend und entstresst. Die größte Energiequelle im Menschen liegt in der Sexualität. Nun kommt es darauf an, wie man diese Energie nutzt. Menschen, Frauen wie Männer, die viel leisten, funktionieren auch ein bisschen anders im Kopf. Sie müssen auch ein bisschen anders sein, um solche Leistungen zu erbringen. Der Kopf arbeitet anders, der Spirit arbeitet anders als ein normaler Mensch, der normal arbeitet, nicht unter Strom steht und keine Verantwortung trägt. Es kann doch nicht erwartet werden, das sie gerade in Punkto Sex auch nicht anders ticken.“
Praktikantinnen: „Wir lesen doch überall, dass viel Arbeit automatisch auch müde in der Hose macht. Am Dienstag, den 06. März 2012, titelte N-TV auf ihrer Homepage: Müde Manager statt l–amour, Stress im Job killt Lust auf Sex“
Dantse: „Normalerweise macht die harte Arbeit allgemein müde aber nicht lustlos. Man ist zwar müde, aber die Energie, die raus muss, ist so im Überschuss, dass man antriebslos ist. Es ist nicht so, dass man keine Lust mehr hat, sondern man hat keine Lust mehr sich für den Sex anzustrengen. Das ist ein großer Unterschied; dabei ist der Sex eine gute Entspannungsmöglichkeit. Dieser muss aber in einer erwartungslosen Stimmung passieren. Das heißt der Partner soll in diesem Moment kaum Forderungen stellen oder erwarten. Das ist nicht einfach mit dem gleichen bzw. eigenen Partner. Er oder sie kann sich nicht immer aufgeben, damit sich der andere durch die Lust entspannt und danach wie ein geschlagener Boxer da liegt. In so einer Situation ohne Druck, Erwartung entstresst sich die Person und freut sich auf den Sex. Der Sex dient jetzt dazu nicht nur Lust zu haben, sondern durch die Lust seine Energie zu recyceln, sich zu entspannen und den gesammelten Druck und negative Erlebnisse abzulassen, auszuscheiden. Da es schwierig ist alles zu erfüllen, was man von dem Partner zu Haus e erwartet, hat man einfach keine Lust mehr. Wir sprechen hier selbstverständlich von allgemein. Es stimmt nicht bei jedem so“
Praktikantinnen: „Sie meinen, dass der Partner nicht genügt, den anderen so zu befriedigen, dass eine Entspannung nach einem harten Arbeitstag stattfindet? Bzw. Sie appellieren an Führungskräfte Sex mit Fremden zu suchen?“
Dantse: „Wir müssen uns nicht immer etwas vormachen. Wir leben im Jahr 2013 nach Jesus. Homosexuelle Ehen werden normalisiert, Mentalitäten entwickeln sich positiv. Warum möchten wir uns beim Punkto Sex verleugnen? Warum ist es einfacher für uns über die schlimmsten Verbrechen zu reden, aber über das schönste Ding der Welt uns zu schämen, am besten kein Wort darüber zu verlieren? Ich kann Ihnen auch als Mann sagen, dass die Lustlosigkeit bzw. die Lustmüdigkeit nicht unbedingt bedeutet, dass man in der Hose keine Lust hat. Beweis dafür ist, dass viele Männer zugeben gleichzeitig Lust auf Masturbieren hätten. Das heißt auf Orgasmus ohne Pflicht. Da ist das Problem. Viele sagen, dass Sie müde sind aber beim Duschen masturbieren. Warum? Und haben Sie die Sexanzeigen gelesen? Sextreffen finden überall statt und Kaiserstrasse mit dem Bänker? Das ist für mich nicht verwerflich. Verwerflich ist es dann, wenn wir versuchen trotzdem so zu tun, als ob Sex mit einer fremden Haut die größte Sünde wäre. Wir tun es und sehr aktiv. Haben sie gefragt warum fast jeder Zweite in Deutschland fremd geht? Sogar mehr Frauen als Männer Wer sind sie denn bitte? Die fremde Haut ist Realität. Es ist Zeit vorwärts zu denken. Fremdgehen, ob man will oder nicht ist eine erfolgreiche Methode für einen Manager sexuell einen Ausgleich zu finden. Das gilt übrigens für die meisten Menschen, Frauen wie Männer. Bei einem Partner nur fürs Bett ist der Anspruch weg und die Erwartungen auch gering. Man kann dort außergewöhnliche Sachen machen, die man zu Hause nicht tun würde, wo auch die Kinder uns dazu zwingen eine beispielhafte Person, ein Vorbild zu sein. Der Manager braucht aber Momente, wo er sich ohne Verantwortungsgefühl fühlen kann, wo er sich gehen lassen kann, wo er nicht wieder entscheiden muss, wo er keine Angst zu versagen hat. Manche großen Persönlichkeiten benehmen sich bei solchem Sex mit Fremden in den Augen von normalen Menschen unverständlich: manchen spielen das Baby, der Mann wird zur Frau, die Frau zum Mann, manche bevorzugen Homosex, welchen sie im normalen Leben niemals tun würden, andere möchte erniedrigt und geschlagen werden usw. Sie wollen aus der Alltagsrolle raus. Das hilft ihnen die negative Energie wegzuschütten und neue Energie zu tanken. Schauen wir mal die Japaner an. Das wäre für den Partner zu Hause einfach zu viel verlangt.“
Praktikantinnen: „Sie geben dem sexuellen Trieb eine große Wichtigkeit.“
Dantse: „Der sexuelle Trieb ist, ich würde sagen der größte Trieb im Menschen. Das ist auch der Grund, warum die sexuelle Energie auch in bestimmten Geheimkreisen ein wichtiges Element der Machtdemonstration und Machtübertragung oder Erniedrigung ist. Der sexuelle Trieb ist eine Macht, die positiv oder negativ genutzt werden kann. Ein Ungleichgewicht in der Sexualität kann die Ursache von schlimmen Taten und Fantasien sein. Diesen Trieb muss man im Schach halten, indem man ihn auslebt. Viele Männer und Frauen berichten von plötzlicher sexueller Erregung bis hin zum Orgasmus in bestimmten Anspannungssituationen, wo der Druck enorm ist ohne Fremdenhilfe. Das ist wie beim Sport. Joggen Sie zum Beispiel sehr intensiv und lange. Irgendwann mal fangen Sie an erregt zu werden und Sie wollen weiter machen, um die Erregung zu steigern. Sie spüren, wie etwas, wie ein Orgasmus sich abzeichnet. Sie sind zwar nach dem Sport müde, aber die Lust am Sex ist nicht müde. Nur die Lust an gewöhnlichem Sex ist müde. Die Lust an dem gleichen Partner ist müde. Man ist schlapp für den gewöhnlichen, den Alltagspartner aber nicht, weil man keine Lust am Sex hat. Im Gegenteil. Deswegen sieht man zum Beispiel manche Leistungssportler, die nach einem harten Spiel, das vielleicht über 120 Min. gedauert hat, ins Bordell gehen oder sich Prostituierte holen lassen, obwohl ihre Partnerinnen da gewesen wären. Es muss einfach raus ohne Rücksicht.“
Praktikantinnen: „Gilt das auch für Frauen?“
Dantse: „Absolut. Ich habe in meinem Coaching gemerkt, dass Frauen in Führungsposition genauso fühlen wie Männer. Die Sozialisierung und die Männer dominierte Gesellschaft hätten gern in Sachen Sex die Frau lieber als Mutter brav zu Hause gesehen. Heute sind Frauen mutiger und freier. Sie stehen zu ihrer Sexualität und wollen nicht weiter akzeptieren, dass Sie wenn Sie gern Sex genießen als Schlampe bezeichnet werden. Frauen können auch schnelle Nummern genießen, wie bei Männern. Trotzdem ist die Sexualität der Frauen anders als die der Männer. Bei Frustrationen reagieren sie anders als Männer. Aber sie haben genauso Lust am Sex und sexuelle Fantasien wie Männer.“
Praktikantinnen: „Wir werden im nächsten Interview noch ausführlicher ´über den Fall der Frauen in der Führungsposition, die Weiblichkeit reden. Was sind denn die Konsequenzen, wenn man sexuell unbefriedigt ist für die Leistung?“
Der zweite Teil des Interviews ist Morgen, mit Fragen wie: Welche Zeichen zu einer unbefriedigten Sexualität hindeuten? Wie man damit umgehen kann? wie man Erektionsstörungen beheben kann, die Tipps und Tricks zur exponentiellen Lusteigerungen bei Frauen und Männern? was ein gutes Coaching ist usw.?
Herr Dantse Coach Menschen bei persönlichen und beruflichen Krisen. Sein Methode heißt das afrikanisch-inspirierte Coaching. Er ist Buchautor und auch Autor von zahlreichen Ratgebern.
Weitere Informationen unter:
http://www.mycoacher.jimdo.de