
Wer Karriere machen will, sollte neben Fleiß und seinen Kompetenzen auch andere Faktoren in Betracht ziehen. Wichtig ist z.B., sich selbst und seine Fähigkeiten ins rechte Licht zu rücken. Das bedeutet, durch geeignetes Selbstmarketing und Werbung in eigener Sache regelmäßig auf sich aufmerksam zu machen. Dabei gilt es natürlich, das richtige Maß zu finden.
Zu den wichtigsten Anforderungen einer Karriereplanung gehört, dass das eigene Berufs- und Kompetenzprofil den aktuellen Anforderungen des Marktes entspricht. Dazu ist eine Analyse des Marktes in der eigenen Branche notwendig, um herauszufinden, welche Fachkräfte konkret gesucht werden. Stimmt das eigene Profil zu wenig mit den gewünschten Qualifikationen überein, helfen gezielte Weiterbildungen und Coachings. Auch ein direkter Vergleich mit Kollegen aus der eigenen Firma oder externen Konkurrenten lohnt sich.
Die Selbstanalyse führt am Ende zu einer schriftlich fixierten Matrix der eigenen Kompetenzen. Nur wer sich seiner Stärken und Schwächen bewusst ist, vermeidet das weitverbreitete Phänomen der eigenen Unterschätzung. Auf der persönlichen Liste finden sich nach diesem Prozess jeweils drei bis vier Punkte für die fachlichen, sozialen und persönlichen Hauptkompetenzen. Für eine stimmige Selbstvermarktung wählt man schlussendlich genau die Kompetenzkombinationen aus, die für die Zielgruppe am besten passt.
Klare Zielsetzungen zur eigenen beruflichen Zukunft klingen zwar selbstverständlich, sehr oft fehlt es genau daran. Viele Menschen haben nur grobe Vorstellungen davon, was sie einmal erreichen wollen. Wer sich jedoch bewusst in Szene setzen will, braucht eindeutige Vorstellungen von seinem Weg und das Wissen, was er in seinem aktuellen Job erreichen möchte und welche Funktion er darüber hinaus anstrebt. Deshalb ist es ratsam, sich immer wieder aus dem Tagesgeschehen zurückzuziehen und sich in einer ruhigen Stunde seine beruflichen Ziele schriftlich festzuhalten. Ganz wichtig ist auch, darauf zu achten, dass die beruflichen und privaten Ziele in Einklang stehen, um gegenseitige Blockaden zu vermeiden.
Um seine Zielgruppe, also die Karriere-Entscheider im eigenen Unternehmen, zu erreichen und von ihnen verstanden zu werden, ist es sinnvoll, den eigenen Sprachstil und den Informationsgehalt der eigenen Worte gezielt anzupassen. Wie sprechen Kunden bzw. Vorgesetzte konkret? Welche Vorlieben haben sie? Legen sie Wert auf viele Details und auf Zahlen, Daten, Fakten oder handelt es sich eher um emotionale Bauchmenschen, für die ein stimmiges Gefühl im sozialen Miteinander der entscheidende Faktor ist?
Wer als überzeugende und für sich einnehmende Persönlichkeit wahrgenommen werden möchte, braucht auch die richtige Verpackung. Denn nach wie vor gilt das Sprichwort „Kleider machen Leute“. Deshalb sollte der eigene Kleidungsstil nicht zu leger sein und den Gepflogenheiten im Unternehmen angepasst sein, ohne dabei zu übertreiben oder sich zu „verkleiden“. Und auch der Spruch „Bilder sagen mehr als tausend Worte“ trifft im übertragen Sinne weiterhin zu: Ein bewusster Umgang mit seiner Körpersprache, mit Mimik, Gestik und den persönlichen Umgangsformen verstärkt die eigene Wirkung. Für introvertierte Personen kann das bedeuten, manche Signale und Reaktionsweisen etwas zu verstärken, während extrovertierte Typen manchmal gut daran tun, sich in Ausdruck und Körpersprache etwas zu bremsen. Wer so an sich arbeiten möchte, holt sich auch gelegentlich Feedback von außen, um das richtige Maß zu finden.
Bildrechte: Hannah Gatzweiler
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