Nach Angaben der Fondsmanagerin Barbara Knoflach hatte der rund sechs Milliarden schwere Immobilienfonds nicht die erforderlichen Barmittel, um alle ausstiegswilligen Anleger auszuzahlen, ohne erneut in Schieflage zu geraten. Daher werde der ImmoInvest bis Ende April 2017 aufgelöst. Bereits zuvor wurde in einer Pressemitteilung den Anlegern mitgeteilt, dass in solch einem Fall gar keine Fondsanteile zurück genommen und auch die vorliegenden Rückgabewünsche nicht bedient werden.
Obwohl der Fonds, eine von Experten durchaus für eine Wiedereröffnung ausreichende Liquiditätsquote von nahezu 30% aufweisen konnte, überstiegen die Rückgabewünsche die Brutto-Liquidität des Fondsvermögens deutlich. Um wie viel die Quote genau überschritten wurde, wollte Knoflach mit Rücksicht auf die anderen, sich ebenso in der Krise befindenden Mitbewerber nicht sagen.
Nach Ansicht der Managerin waren die Anleger besonders aufgrund der schlechten Stimmung am Markt nicht bereit, der Branche erneut Vertrauen zu schenken. „Die nicht enden wollende Kette schlechter Meldungen aus Wirtschaft und Finanzindustrie sowie das unruhige Fahrwasser, in dem sich die Offenen Immobilienfonds seit über zwei Jahren bewegen, hat viele Anleger zermürbt“, so Knoflach.
Möglichkeiten der Anleger
Anleger des SEB ImmoInvest werden erst im Jahr 2017 wissen, wie viel sie von ihrem ursprünglich eingesetzten Kapital wiedersehen. Anleger, die jedoch vorher auf die Liquidität angewiesen sind, können ihre Anteile am Fonds über die Börse verkaufen, wo auch bereits in Abwicklung befindliche Produkte noch rege gehandelt werden. Dies ist jedoch mit zum Teil deutlichen Abschlägen verbunden. Beim SEB ImmoInvest waren es am Montag rund 30 Prozent.
Eine weitere Option könnte sein, Schadensersatz gegen die beratende Bank oder Kapitalanlagegesellschaft geltend zu machen. Grundlage hierfür ist eine mögliche Falschberatung oder eventuell fehlerhafte Angaben im Verkaufsprospekt.
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