Schnelle Computer – lahme Tastaturen

Mehr Tippfehler mit Billigprodukten
Langfristig drohen Gelenkschäden

Bonn – Lahm, klapprig, ermüdend und laut. So lautet das Urteil des Informationsdienstes „PC-Wissen für Senioren“ aus dem Fachverlag für Computerwissen über die bei Komplett-PCs mitgelieferten Tastaturen. „Mit Billigtastaturen sparen die Hersteller viel Geld und schweigen sich bei den technischen Daten bewusst aus“, kritisiert der Verbraucherfachdienst. Sie kosten häufig deutlich weniger als zehn Euro, eine gute Tastatur hingegen mindestens 25 Euro.

Auf der Suche nach vernünftigem Ersatz sollten die besseren Modelle grundsätzlich ausprobiert werden. „Denn sie unterscheiden sich so grundlegend, dass nur der persönliche Test entscheiden kann, ob einem die Tastatur liegt.“

Die Vorteile hochwertiger Tastaturen liegen auf der Hand. Sie reduzieren Tippfehler, da die Tasten präziser arbeiten. Sie sind leise, knacken und ächzen nicht bei jedem Tastendruck. Außerdem schonen sie Finger und Gelenke, weil sie jeden Druck weich abfedern. Auch wenn ergonomisch gestaltete Tastaturen gewöhnungsbedürftig sind, bieten sie nach Ansicht des Informationsdienstes gleich mehrere Vorteile: Selbst bei Vielschreibern verhindern sie Sehnenreizungen. Und durch die geänderte Haltung der Arme werden auch die Schultern entlastet.

Eines sollte dabei klar sein: Auch eine sehr gute Tastatur ist keine Anschaffung fürs Leben, sondern letztlich auch nur Verbrauchsmaterial, das ersetzt werden muss.