
Fachkräftemangel in Deutschland wirkt sich düster aus
Deutschland hat über eine Million handwerkliche Betriebe, doch der Fachkräftemangel ist für viele dieser Firmen ein Schreckgespenst. Aufträge können unter Umständen nicht angenommen und Termine nicht eingehalten werden. Noch schlimmer: Unternehmen schätzen ihn als größtes Geschäftsrisiko der Zukunft ein, weil fehlende Fachkräfte zum betrieblichen Stillstand führen können. Dies ergab eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Es fehlen schlichtweg Fachkräfte. Vor allem ist es schwierig, Nachwuchs zu finden.
Die Lage sieht tatsächlich düster aus, betrachtet man die Zahl derjenigen, die aktuell eine handwerkliche Ausbildung tätigen. Es befinden sich rund 350.000 Menschen in einer Handwerkerausbildung und davon sind nur 130.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen worden. Fast 70.000 Ausbildungsplätze blieben im Jahr 2022 unbesetzt, wie statistische Erhebungen darlegen.
Mit zu den Ursachen gehören sicherlich der Demografische Wandel, die Urbanisierung und die Landflucht. Der Ausbau der Digitalisierung wird von vielen als notwendiger Schritt gesehen, um flächendeckende Abhilfe zu schaffen.
So sieht das auch die digi professionals GmbH, die eine anerkannte Teilqualifizierung für den Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers entwickelt hat. Sie basiert auf ortsunabhängigem E-Learning https://www.e-learning-plus.de und bietet viele attraktive Vorteile. Betriebe bekommen damit die betriebsinterne Möglichkeit, selbst Anlagenmechaniker auszubilden – ohne dass die Lernenden eine Berufsschule besuchen müssen. Die Ausbildung der jeweiligen künftigen Fachkraft erfolgt sehr nah am Bedarf der Betriebe. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Teilnehmer bereits in der Ausbildung ein gutes Gehalt erhalten können, das weit über der normalen Ausbildungsvergütung liegt.
„Die Fähigkeit, Mitarbeiter qualifizieren zu können, wird in der Zukunft der Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg sein“, sagt Martin Sommer, Gesellschafter der digi professionals GmbH. „Jeder setzt auf Digitalisierung in den Fertigungsprozessen. Warum sollte man auch das Onboarding, die Ausbildung und Weiterbildung nicht ebenfalls digitalisieren und systematisieren? Genau dies ist unser Ansatz gewesen, die Teilqualifizierung zum Anlagenmechaniker zu entwickeln und einen kleinen Beitrag zu leisten, den Fachkräftemangel zu lindern“, fügt er engagiert hinzu.
Attraktivität der Teilqualifizierung zum Anlagenmechaniker
Die Rechtsgrundlage für die Teilqualifizierung zum Anlagenmechaniker ist das Qualifizierungschancengesetzes. Dabei wird eine hohe Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit gewährt. Die Kosten der Weiterbildung bzw. Ausbildung werden zu 100 Prozent übernommen, hinzukommt ein 90-prozentiger Lohnzuschuss.
Hierfür muss ein Antrag bei der Arbeitsagentur gestellt werden, die bei Bewilligung einen Bildungsgutschein ausstellt. Mit diesem kann der Teilnehmer dann die Teilqualifizierung zum Anlagenmechaniker durchlaufen. Das Warten auf ein neu beginnendes Ausbildungsjahr ist nicht notwendig, da der Einstieg jeden Monat möglich ist.
Die Teilqualifikation zum Anlagenmechaniker eignet sich beispielsweise für Quereinsteiger, Hilfskräfte, Helfer, ungelernte Mitarbeiter oder Menschen mit Migrationshintergrund. Sie wird begleitet von ausgeprägten Praxisanteilen und modernen, aktuellen Lerninhalten. Nach einer 2,5-jährigen Ausbildungszeit ist auch die Teilnahme an der Gesellenprüfung möglich.
Anlagenmechaniker ist ein vielseitiger und technisch anspruchsvoller Beruf mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Er beinhaltet das Installieren von Anlagen für Sanitär, Klima, Energie, Lüftung, Solar und Heizung. „Durch unsere Teilqualifizierung machen wir ihn noch ein Stück attraktiver und unterstützen Betriebe dabei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wir stehen allen Interessierten bei Fragen gerne beratend zur Seite“, lautet die positive Einschätzung von Martin Sommer.