Schauspielerin Karoline Herfurth: „Was ich gar nicht leiden kann, ist der Begriff Halbgeschwister“

Ihre Eltern trennten sich als sie zwei Jahre alt
war. Sie hat sieben Geschwister, der jüngste Bruder ist sechs Monate
alt. „Ich bin in einer großen Patchworkfamilie aufgewachsen, mit
vielen Eltern“, sagt Karoline Herfurth im Interview mit dem
Frauenmagazin EMOTION (Ausgabe 7/2011 ab morgen im Handel). „Was ich
gar nicht leiden kann, ist der Begriff Halbgeschwister. Ich bin mit
ihnen groß geworden. Es sind also ganze Geschwister und ganze
Familien.“ Ob sie eigene Kinder wolle? „Auf jeden Fall. Aber ich
plane das nicht. Wenn sie kommen, dann kommen sie“, so die
27-Jährige. Dennoch: „Ich bin momentan einfach noch froh über die
Ungebundenheit, die ich habe.“ Ihre Freiheit und die Ruhe genießt die
erfolgreiche Schauspielerin auch nach Reisen von einem Drehort zum
anderen: „Ich bin dann so übervoll mit Eindrücken, dass ich auf der
Couch sitze, an nichts denke und einfach nur in die Luft starre. Ich
glaube: Langeweile wird unterschätzt. Das sind die Momente, in denen
sich Eindrücke setzen“, weiß die Preisträgerin des Bayerischen
Filmpreises.

Trotz ihres Abschlusses an der renommierten Ernst Busch
Schauspielschule und erfolgreicher Filmprojekte, studiert Herfurth
seit zwei Jahren an der Berliner Humboldt-Universität Politik,
Russisch und Soziologie. „Ich hatte keine Ahnung von Parteistrukturen
oder Wahlsystemen. Heute lese ich ganz anders Zeitung als früher. Ich
kann nun besser verstehen, welche Interessen hinter den Informationen
stehen, die veröffentlicht werden“, so die gebürtige Berlinerin. Die
Libyen-Politik allerdings ist für Herfurth weniger durchsichtig: „Ich
frage mich, warum dem Staatsoberhaupt einer Diktatur so lange die
Hand geschüttelt wird und plötzlich wird er bekriegt. Warum galt er
nicht früher schon als Verbrecher? Solche Fragen offenbaren eine
politische Realität, die ich beängstigend finde.“

Auch zur Atom-Politik hat die 27-Jährige eine klare Meinung:
„Niemand kann mir erzählen, dass Atomenergie sicher ist. Ich will
nicht von einer Energie leben, die tagtäglich unser Leben bedroht.“

Träume für die Zukunft – davon hat Herfurth genau drei: „Ich
möchte eine Bibliothek zu Hause haben. Mit einer Leiter, um an der
Bücherwand hochzuklettern. Dann möchte ich in Australien Vieh treiben
mit Pferden. Und ich würde gern Monty Roberts, den echten
Pferdeflüsterer, auf seiner Farm besuchen und von ihm lernen“, sagt
Karoline Herfurth im EMOTION-Interview.

Pressekontakt:
Julia Möhn
stv. Chefredakteurin EMOTION
Tel: 040/20 93 30 855
E-Mail: Julia.Moehn@emotion.de

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