Saab: Endgültiges Aus in sechs Tagen?

„Wir sind am Ende des Weges“ sagte am Montagabend Guy Lofalk, Zwangsverwalter von Schwedens Autoherstellers Saab, es wäre nicht sinnvoll, Arbeit an einer Sanierung fortzusetzen.

Lange hatte das Unternehmen um sein Überleben gekämpft, am Mittwoch aber wurde von Lofalk bei einem schwedischen Gericht das Ende des Gläubigerschutzes beantragt, da die erforderliche Finanzierung nicht gefunden werden konnte.

Saabs Chef Victor Muller hatte versucht, chinesische Investoren zu gewinnen, das wurde aber durch den Widerstand von General Motors verhindert, der noch zahlreiche wichtige Patentrechte seines ehemaligen Tochterkonzerns und damit Mitspracherecht besitzt.

Löhne können nun im November wieder nicht ausbezahlt werden, und die Gläubiger können voraussichtlich bald das Unternehmen liquidieren. In fünf bis sechs Tagen haben beide Seiten eine Erklärung abzugeben, bevor dann das Gericht entscheidet, ob der Prozess der Reorganisation abgeschlossen ist.

Seit Monaten laufen bei Saab keine Autos mehr vom Band, weder Rechnungen noch Gehälter werden bezahlt. Im September wurde der Konzern unter Gläubigerschutz gestellt.

Trotz Allem will Victor Muller noch nicht aufgeben und will weiter um das Überleben von Saab kämpfen. Im Oktober hatten eigentlich die chinesischen Großinvestoren Pang und Youngman Interesse daran gezeigt, den schwedischen Konzern für eine Summe von 100 Millionen Euro zu übernehmen. GM hatte aber befürchtet, dass Technologien illegal an die Chinesen weitergegeben könnten und die Ausgabe von den dafür benötigen Lizenzen verweigert.

Muller sucht aber immer noch nach einer Lösung, damit ein Neubeginn mit Hilfe von Youngman vielleicht doch noch ermöglicht wird. Dafür hat er genau fünf Tage Zeit!

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