lich der Aktuellen Stunde zum Thema Kindesmissbrauch im Deutschen Bundestag erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär MdB:
Mit der Einberufung eines Runden Tisches zur Aufarbeitung der sexuellen Übergriffe auf Kinder und der Berufung einer Beauftragten zu diesem Thema zeigt die christlich-liberale Koalition, dass wir das Kartell des Wegschauens, Verschweigens und Bagatellisierens, das den Missbrauch ermöglicht und seine Aufklärung verhindert hat, zerschlagen wollen.
Das Ausmaß des sexuellen Kindesmissbrauchs in weltlichen und kirchlichen Einrichtungen, in Schulen, in Sportvereinen und auch in Familien ist unvorstellbar und macht betroffen. Aus falsch verstandener Sorge um den Ruf der Schule, des Vereins, der Kirche und aus Angst vor Skandalen wurden die Opfer, denen die Täter das Vertrauen, die Unbeschwertheit und Unbefangenheit genommen haben, viel zu lange alleine gelassen. Angestoßen vom Leiter des Canisius-Kollegs hat die öffentliche Debatte das Schweigen beendet.
Wir beginnen endlich, uns um die Opfer zu kümmern und Strategien der Prävention zu entwickeln. Dazu ist der Runde Tisch ein wichtiger Schritt, allerdings darf er nicht der einzige sein: Wir müssen unsere Arbeit an einem neuen Kinderschutzgesetz fortsetzen und uns überlegen, welche Maßnahmen wir hier noch aufnehmen müssen, um künftig sexuelle Ãœbergriffe auf Kinder zu verhindern. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die es den Tätern erschweren, neue Opfer zu finden – besonders im Bereich der Jugend- und Bildungsarbeit.
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