
Dass Lärm auf Dauer krank machen kann, ist keine allzu neue Erkenntnis. Die lange Historie der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (kurz TA Lärm) beweist es. Aktuell in der inzwischen sechsten Fassung vorliegend, zielt die Verwaltungsvorschrift weiterhin darauf ab, die Allgemeinheit vor störenden Geräuschen zu schützen. Doch um Lärm wirkungsvoll reduzieren und alle geltenden Auflagen einhalten zu können, muss man zunächst einmal verstanden haben, wie er entsteht und sich ausbreitet. Das HDT macht hier mit den Seminaren „Schallschutz und Lärmisolierung – Grundlagen und Praxis“ und „Fortbildungslehrgang TA Lärm“ passgenaue Angebote für die Weiterbildung von mit Schallimmissionen Befassten in Industrie sowie in Genehmigungs-, Planungs- und Aufsichtsbehörden.
Fortbildungslehrgang TA Lärm
Genehmigungsanforderungen nach dem Bundes Immissionsschutzgesetz (BImSchG) widmet sich der Fortbildungslehrgang TA Lärm (11. November 2022 in Essen, mehrere weitere Termine in 2023). Bei Genehmigungsverfahren für technische Anlagen ist zumeist eine schalltechnische Immissionsprognose zur Beurteilung des Antrags unverzichtbar. Durch eine Prognoserechnung kann abgeschätzt werden, ob technische beziehungsweise organisatorische Maßnahmen zur Einhaltung von Richtwerten führen und unter welchen Auflagen eine Genehmigung erteilt werden kann. Im Detail geht es im Seminar um die rechtlichen und fachlichen Vorgaben zur Immissionsprognose. Schallausbreitungsmodelle, Schallleistung, Schalldruck und Schallschutzmaßnahmen werden praxisnah erklärt und Berechnungstool zum Rechnen mit Schallpegeln an die Hand gegeben. Zudem werden die Ermittlung des Beurteilungspegels und die Wirkung von Schall auf den Menschen diskutiert. Die Veranstaltung gilt als Fortbildung für Immissionsschutzbeauftragte im Sinne der 5. BImSchV.
Schallschutz und Lärmisolierung – Grundlagen und Praxis
Neu ins Programm aufgenommen hat Deutschlands ältestes technisches Weiterbildungsinstitut das Seminar „Schallschutz und Lärmisolierung – Grundlagen und Praxis“ (am 20. – 21. April 2023 und am 09. bis 10. November 2023, jeweils in Essen). Es beschäftigt sich intensiv mit den Grundlagen und Möglichkeiten der Verringerung des Körperschalls, aber auch mit der Reduzierung der Körperschallübertragung. Der Veranschaulichung dienen experimentelle Vorführungen zum Messen von Körperschall. Die gewonnenen Messdaten werden anschließend analysiert und beurteilt. Einen Schwerpunkt bildet die Körperschallisolierung unter Berücksichtigung der mechanischen Eingangsimpedanz. Es werden konkrete Beispiele von Körperschallisolierungen aus dem Maschinenbau und Bauingenieurbereich aufgezeigt, ferner wird die Ãœberprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen zur Körperschallreduzierung erörtert.