Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) hat am Wochenende eigenen Angaben zufolge erstmals ein syrisches Gefängnis besuchen können. Das teilte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger, der am Samstag nach Syrien gereist war, am Montag mit. Demnach seien Häftlinge des Innenministeriums im Zentralgefängnis in der Hauptstadt Damaskus aufgesucht worden. Für die Zukunft äußerte Kellenberger die Hoffnung, bald Zugang zu allen Gefangenen zu bekommen. Mitarbeiter der Organisation hatten zuletzt im Juni das Land besucht. In Syrien gibt es seit Mitte März Proteste gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, die gewaltsam niedergeschlagen werden. Während des islamischen Fastenmonats Ramadan im August hatte sich die Situation zugespitzt. Bislang sollen über 2.200 Menschen ums Leben gekommen sein. Zudem finden regelmäßig Massenverhaftungen von Oppositionellen statt.
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