Die Rhein-Neckar-Zeitung kommentiert die
Euro-Hilfe für Irland: „Noch vor einer Woche verkündete Irland: Wir
brauchen keine Hilfe. So schnell kann es gehen. Dass Irland die Hilfe
praktisch aufgezwungen werden musste, hat mehrere Gründe. Der lange
unterdrückten Insel ist Freiheit von Fremdbestimmung ein besonders
hohes Gut. Die Angst, von EU und IWF den Kurs diktiert zu bekommen,
ist entsprechend groß. Die politische Krise, die sich nun anbahnt,
spricht bereits Bände. Auf der anderen Seite die Geberländer: Ihnen
fällt es politisch leichter, der sympathischen grünen Insel zu helfen
als direkt den spekulierenden Banken. Zumal ja die Währung in Gefahr
ist (was das deutsche Äquivalent zur irischen Ur-Angst wäre).“
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Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
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