Rheinische Post: Röttgen und Trittin warnen vor Eskalation des Streits mit Russland

Führende Außen- und Sportpolitiker in Berlin
haben vor einer Eskalation der diplomatischen Krise zwischen Russland
und dem Westen gewarnt. „Es gibt mit der Diplomatenausweisung ja
jetzt eine starke, einheitliche westliche Reaktion auf den Fall
Skripal. Damit ist es nun auch gut“, sagte der CDU-Außenpolitiker
Norbert Röttgen der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Mittwochausgabe). „Es macht keinen Sinn, einen Ãœberbietungswettlauf
mit immer schärferen Reaktionen zu starten“, sagte Röttgen. Zuvor
hatte Island einen diplomatischen Boykott Russlands angekündigt und
erklärt, es werde keine Politiker zur Fußball-WM nach Russland reisen
lassen. „Nachdem man der Fußball-WM in Russland zugestimmt hat, ist
es jetzt reichlich spät, einen diplomatischen Boykott zu
organisieren“, sagte dazu Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin. „Ich
halte es für falsch, den Sport in diese diplomatische
Auseinandersetzung mit Russland einzubeziehen“, sagte auch der
sportpolitische Sprecher der Union, der Ex-Turner Eberhard Gienger,
der Zeitung.

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