Renommierte Anwälte gründen neue Rhein-Main-Kanzlei

Startschuss für neues Dienstleistungszentrum auf dem Hanauer Hutier-Gelände
Rechtsanwälte Harald Nickel und Prof. Dr. Lutz Eiding starten mit modernem Kanzlei-Konzept neu durch – Fachliche und internationale Vernetzung mit bewährten Partnern aus Hanau, Gelnhausen und Frankfurt – Neuer Standort Sophie-Scholl-Platz an der Lamboystraße – Zur Eröffnung am 2.12. 2011 mit Werkschau zum 80. Geburtstag von Gil Schlesinger
Hanau/Frankfurt/Gelnhausen, 18. November 2011: Das Rätselraten ist beendet: Nachdem bekannt wurde, dass die renommierten Hanauer Rechtsanwälte Harald Nickel und Prof. Dr. Lutz Eiding ihre Gesellschafterverträge bei der Traditionskanzlei Nickel Rechtsanwälte gekündigt hatten, brodelte die Gerüchteküche – nicht nur in Fachkreisen. Nun ist es offiziell: Gemeinsam mit ihren bewährten Teams und neuen Partnern aus Frankfurt am Main und Gelnhausen eröffnen die Anwälte eine neue, hochmoderne Beratungsfirma.
Unter dem Namen „Nickel – Eiding, Rechtsanwälte Notar Steuerberater und Wirtschaftsprüfer“ bezieht die neue Anwaltsfirma als erster Nutzer ihr Büro im Lamboy-Quartier 1102 am Hanauer Sophie-Scholl-Platz, wie das Areal der ehemaligen Hutier-Kaserne jetzt heißt. Auch die Revisio GmbH Steuerberatungsgesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, welche federführend Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung kooperierend abdecken wird, verlegt ihren Hanauer Geschäftssitz hierher – vom gerade mal 500 Meter entfernten Ulanenplatz, wo Nickel, Eiding und Revisio bereits jahrelang erfolgreich zusammengearbeitet haben. Zugleich eröffnet das neue Beratungsunternehmen in Kooperation mit neuen Partnern weitere Standorte in Frankfurt am Main und Gelnhausen. Neu an Bord sind der renommierte Gelnhäuser Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt und Notar Frank Bayer mit seinem Team sowie Dr. Thomas Voller mit der Frankfurter Kanzlei Voller Rechtsanwälte, die spezialisiert ist auf den internationalen Rechtsverkehr und Forderungseinzug, auf Fusionen und Ãœbernahmen sowie das Bank- und Kapitalmarktrecht. Dr. Thomas Voller ist Gründer der internationalen Anwaltsvereinigung Eurocollect.net. Der ebenfalls eingebundene Rechtsanwalt Michael Mölling ist als ehemaliger European Counsel einer großen US-Anwaltsfirma ebenfalls versiert im Bereich der internationalen Rechtsberatung.
„Mir war bewusst, dass meine Entscheidung, die Nickel Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft zu verlassen, in der Region auf Ãœberraschung oder Unverständnis stoßen würde“, so Harald Nickel. „Waren es doch mein alter und neuer Partner, Prof. Dr. Eiding als langjähriger Leiter der öffentlich-rechtlichen Abteilung unserer bisherigen Kanzlei, und ich, die deren Entwicklung federführend prägten. Daher empfand ich es durchaus als persönliches Kompliment, als meine am Ulanenplatz verbleibenden Partner bekannt gaben, sie würden unter dem im Jahre 2005 angenommenen Namen „Nickel Rechtsanwälte“ auch ohne einen „Nickel“ an der bisherigen Stelle den Betrieb aufrecht erhalten. Prof. Dr. Lutz Eiding und ich haben uns jedoch zu dem Schritt einer Neugründung entschlossen, um, aufbauend auf der bisherigen Tradition, Bewährtes mit notwendigen Neuerungen zu verbinden. Einerseits beziehen wir den Kern unserer bisherigen Teams ein, andererseits schaffen wir Strukturen, die angesichts der heutigen Anforderungen an qualitativ hochwertige Rechts- und Unternehmensberatung unverzichtbar sind. Strategisch, organisatorisch und personell stellen wir uns schlank und flexibel auf, um bestmöglich auf aktuelle und zukünftige Anforderungen von Mandaten und Mandanten zu reagieren. Das beginnt mit zweckmäßigen Formen der Qualitätskontrolle und endet nicht zuletzt bei der Außendarstellung des Unternehmens und seiner Partner.“
„Nicht alles anders, aber manches besser“
Die neue Anwaltsfirma wird, wie gehabt, die interdisziplinäre Rechtsberatung im Bereich des Immobilien- und Baurechts zum Schwerpunkt haben, etwa im Rahmen komplexer Konversionen großer Liegenschaften, sowie die umfassende rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Beratung mittelständischer Unternehmen in Kooperation mit der Revisio GmbH. Weiter wird Harald Nickel die vom Vater begründete Tradition als Vertragsanwalt des ADAC fortsetzen und mit einer Fachabteilung Verkehrsrecht auch Nicht-Mitglieder beraten und vertreten. Neu ist der Abschluss eines Syndikus-Vertrags mit einem Ärzte-Verband, der es Mitgliedspraxen erlaubt, spezialisierten Rechtsrat einzuholen. „Darauf, all das in Angriff nehmen zu können, freue ich mich ebenso, wie auf die Chance, mich in der neuen Aufstellung wieder hauptsächlich meinem Beruf als Anwalt widmen zu können“, so Harald Nickel. „Wir wollen weg von der traditionellen Vorstellung von einer Anwalts- „Kanzlei“, hin zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen. Aktenordner sind mehr und mehr passé, wir arbeiten verstärkt digital und vernetzt. Das hilft, die Strukturen schlank und den Kopf frei zu behalten. Das erkennt man auch an unserem neuen Logo, in das ein QR-Code integriert ist – als grafisches Element mit eigener Funktionalität,“ erläutert der Initiator der neuen Partnerschaftsgesellschaft den neuen Stil, der dafür steht, „nicht alles anders, aber manches besser zu machen.“
Das Recht wird immer internationaler
„Vernetzung, Globalisierung und Datenbanken“ nennt auch Prof. Dr. Lutz Eiding als Stichworte, wenn es darum geht, die modernen Anforderungen an seinen Beruf zu beschreiben: „Heute muss ja jeder Fall auch nach EU-Recht beurteilt werden. Viele unserer Klienten arbeiten zudem weltweit, liefern z. B. in die USA oder lassen in Asien produzieren. Da müssen wir als Anwälte effizient agieren. Wenn wir etwa deutsche Gemeinden im Zusammenhang mit dem Ausbau des Salzburger Flughafens in Klageverfahren vor deutschen Gerichten vertreten, haben wir deutsches, österreichisches und europäisches Recht, nicht zuletzt auch allgemeines Völkerrecht zu beachten. Das ist nur global vernetzt und spezialisiert aufgestellt, qualifiziert zu leisten.“
Nicht anders stellen sich die Ansprüche auf den von Harald Nickel repräsentierten Kompetenzfeldern des Zivilrechts und des Vergaberechts dar. Die Europäisierung nationalen Rechts erfordert den Blick über alle Grenzen hinweg. Diese Ausrichtung erfordert auch den ständigen Kontakt des anwaltlichen Praktikers mit der Wissenschaft. Prof. Dr. Lutz Eiding wird deshalb auch künftig nebenberuflich als Honorarprofessor für öffentliches Baurecht Tuchfühlung mit dem Wissenschaftsbetrieb halten, ebenso wie Harald Nickel als Hochschullehrer für Vergaberecht.
„Insgesamt verstehen wir uns als Fachkanzlei mit Schwerpunkten im Wirtschafts-, Vermögens- und Immobilienrecht, verbunden mit einer Fachabteilung für Verkehrsrecht und sind in unserem Netzwerk nach wie vor umfassend für unsere Mandanten da“, fassen die renommierten Juristen zusammen, die sich in ihrer Freizeit beide auf der Langstrecke behaupten: Lutz Eiding als Mountainbiker und Harald Nickel als passionierter Marathonläufer.
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Tradition und Zukunft, Kunst und ein neuer Name
Die neue Kanzlei im historischen Gebäude 1102 der früheren Hutier-Kaserne an der Hanauer Lamboystraße setzt Zeichen: Die annähernd 500 Quadratmeter wurden aufwändig und ökologisch nachhaltig saniert und mit modernster Bürotechnik ausgestattet. Eingerichtet wurden die Räumlichkeiten mit Hilfe der Maintaler Innenarchitektin Martina Höhl-Paret und Designelementen des international erfolgreichen Hanauer Designers Lars Contzen. Gleich zur Einweihungsfeier am 2. Dezember wird – in bewährter Kooperation mit der Hanauer Galerie 88 – auch die erste Gemäldeausstellung mit einer umfassenden Werkschau von Arbeiten Gil Schlesingers zu dessen 80. Geburtstag eröffnet. Statt wie bisher mit „Kunst am Ulanenplatz“ kooperieren Anwälte und Galeristen nun unter dem Namen „Kunst am Sophie-Scholl-Platz“. Damit soll zugleich die neue Adresse bekannt gemacht werden: „Wir begrüßen es sehr, dass man den von den Nazis eingeführten Namen „Hutier-Kaserne“ fallen lässt und das Gelände nach der für die demokratische Geschichte Deutschlands wichtigen Widerstandskämpferin Sophie Scholl benennt. Auch wenn sich diese neue Bezeichnung erst durchsetzen muss, mit der Belebung des neuen Dienstleistungszentrums „Lamboy-Quartier 1102“ am Sophie-Scholl-Platz und unserer Kooperation mit der Galerie 88 tragen wir dazu bei, an den Mut und die Opferbereitschaft dieser zentralen Figur der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ zu erinnern, der die furchtbaren Juristen des sogenannten „Volksgerichtshofs“ ihr junges Leben nahmen“, erläutert Harald Nickel.

Weitere Informationen unter:
http://www.nickel-eiding.com