BearingPoint-Studie zeigt: Einsparungen
aus Kooperationen und Prozessbündelung nur eingeschränkt realisiert,
Chancen in Einkauf und Vertrieb noch ungenutzt
Deutschlands regionale und kommunale Energieversorger haben mit
Veränderungen in den Organisations- und Wertschöpfungsstrukturen auf
die rasanten markt- und wirtschaftspolitischen Entwicklungen der
vergangenen Jahre reagiert. Um langfristig wettbewerbsfähig zu
bleiben, werden sie jedoch weiterhin in zukunftsfähige Projekte
investieren müssen – und dies auch über Kosteneinsparungen
finanzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der
Management- und Technologieberatung BearingPoint (
www.bearingpoint.de ) unter deutschen Regionalversorgern und
Stadtwerken. Demnach plant die Hälfte der befragten Unternehmen
Änderungen in den Netzfunktionen. 60 Prozent der derzeitigen
Konzessionen laufen in den kommenden Jahren aus und müssen neu
verhandelt werden – auch unter dem Eindruck einer möglichen
Rekommunalisierung. Bei der Energieerzeugung setzen insbesondere
kommunale Versorger auf Kooperationen mit Dritten, vor allem bei
regenerativen Energien. Neue Geschäftsfelder werden häufig in
Partnerschaft mit etablierten Anbietern entwickelt, die das nötige
Know-how und die Erfahrung mitbringen. Immer mehr Versorger bündeln
unterstützende Funktionen, wie zum Beispiel die Energieabrechnung und
das Forderungsmanagement, in Servicegesellschaften. Die Hälfte der
Befragten beabsichtigt, diese Dienste künftig auch anderen
Unternehmen anzubieten. Davon erhoffen sie sich einen zusätzlichen
Wertbeitrag zum Geschäftsergebnis.
Chancen bleiben noch ungenutzt
Nicht in allen Bereichen schöpfen die Versorger das volle
Potenzial aus: So nutzen sie die Möglichkeit, den Einkauf
beispielsweise über Plattformen oder Zweckgemeinschaften stärker
zusammenzufassen, bislang nur eingeschränkt. Die Versorger lassen
sich damit die Chance entgehen, Preisschwankungen optimal für sich
auszunutzen. Auch im Vertrieb gibt es weiterhin Defizite: Vor allem
die schwerfälligen IT-Systeme und die festen, ehemals kommunalen
Strukturen sind der heutigen Tarif- und Servicevielfalt nicht
gewachsen. Der starke Preiskampf fordert Verbesserungen in Portfolio-
und Kundenmanagement, die sich zum Beispiel mit der Einrichtung der
Handelsfunktionen und der Überprüfung der Kosten in Abhängigkeit der
eigenen Erzeugungskapazitäten erzielen lassen. Dennoch plant die
Mehrheit der Befragten (70 Prozent) derzeit keine nachhaltigen
organisatorischen Änderungen im Vertrieb. Dabei verlangen technische
Möglichkeiten, wie zum Beispiel Smart Metering den Versorgern neue
Strukturen in der Tarifgestaltung, technologische Entwicklungen sowie
Investitionen ab.
„Versorger sollten jetzt dringend nachjustieren“, sagt Jens
Raschke, Partner bei BearingPoint. „Neuinvestitionen sind
unvermeidbar, um sich im Wettbewerb besser zu positionieren. Ein
ausgereiftes, wirtschaftliches Portfolio- und Kundenmanagement ist
unerlässlich. Mit der Bündelung und konzernübergreifenden Nutzung von
Services sowie der Kooperation bei Investitionen und neuen
Geschäftsfeldern können Versorger sich neue Nischen erschließen.“
Die komplette Studie „Transformation der Energiewirtschaft –
Organisatorische Veränderungen unter den Anforderungen der
Regulierung und veränderten Märkten“ finden Sie unter:
http://www.bearingpoint.de/content/industries/index_9426.htm
Ãœber BearingPoint
BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen
Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der
Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren
BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen,
Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies
bildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum
Geschäftserfolg – und eine außergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit
der Ãœbernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out
ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die
Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf
einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.250
Mitarbeiter in 14 europäischen Ländern. Das Unternehmen hat
europäische Wurzeln, agiert aber global.
Für weitere Informationen: www.bearingpointconsulting.com und
www.bearingpoint.de
Pressekontakt:
Wiebke Hinz
BearingPoint GmbH
Tel. 0049-69 13022-5991
Mailto:Wiebke.Hinz@bearingpointconsulting.com