Würzburg. Seit Ende Mai ist der neue Online-Auftritt der Stadt Bad Kissingen (Unterfranken) online. Die regiogate GmbH mit Sitz in Würzburg erstellte für die etwa 21.000 Einwohner zählende Kurstadt die neue Webseite, Grafik und Design erfolgte in Kooperation mit den beiden Berliner Agenturen Müller Valentini / Codeluxe. Diese hatten 2016 das neue visuelle Erscheinungsbild von Bad Kissingen (www.badkissingen.de) entwickelt.
Das Stadt- und Tourismusportal soll zukünftig die Sympathie potenzieller Kunden für Bad Kissingen steigern und die „nachwachsende Generation“ neugierig machen. Neben einer emotionalen Ansprache mit großflächigen Bildformaten stehen vor allem Mehrwertfunktionen für potenzielle Kurgäste im Mittelpunkt des neuen Internetauftritts. Die technische Umsetzung des Projektes erfolgte auf Basis der von regiogate GmbH selbst erstellten Software „Enterprise CMS „recon““.
Zu den Besonderheiten des neuen Internet-Auftritts der Stadt Bad Kissingen im Bereich Tourismus zählen das so genannte „Responsive Design“, womit die Webseite für mobile Endgeräte optimiert wurde. Neu ist auch ein Hotelverzeichnis mit einer Schnittstelle zum bestehenden Hotelbuchungssystem (Nethotels/TOMAS). Im modernen Web-Auftritt integriert ist ebenso ein zertifizierter Online-Shop für Merchandising und Katalogmaterial. Hier gibt es eine Schnittstelle zu diversen Zahlungsanbietern. Neu ist auch eine komplexe Datenbank im Bereich Führungen, Tagungen, Gastronomie. Viel Wert legte man auf die Mehrsprachigkeit und Multidomainfähigkeit der neuen Webseite. Die Software „recon CMS“ dient als zentrale Datenbasis für touristische Contents aller Art, etwa als Schnittstelle zu Tourismusverbänden und als Gästeinfosystem in der Kurverwaltung.
Zu den Besonderheiten der neuen Webseite im Bereich Stadt/kommunale Anforderungen gehört der integrierte Behördenwegweiser mit Schnittstelle zur bayerischen Landeslösung (BayBW). Außerdem bietet der neue Auftritt eine so genannte „OParl Schnittstelle“ für RIS Daten: Das Ziel von OParl ist es, eine Standard-API für den Zugang zu öffentlichen Inhalten in kommunalen Ratsinformationssystemen zu schaffen, damit die Inhalte daraus im Sinne von Open Data für möglichst viele verschiedene Zwecke eingesetzt werden können. Neu ist auch eine integrierte Kartenlösung zur Visualisierung geobasierter Informationen.
Blick in die Historie und Zukunft von regiogate
Vor 15 Jahren wagten Ralph Seeberger und Uwe Einspanier den Sprung ins Ungewisse. Schon länger packte die beiden Unternehmer damals der Traum von der Selbstständigkeit. Der Start ihrer Internetagentur regiogate GmbH nahm schließlich im Januar 2002 Form an. Nicht nur die beiden Gründer freuen sich heute über das 15-jährige Bestehen ihres Unternehmens. Zwei weitere Mitarbeiter sind von Beginn an beteiligt und feiern ebenfalls ihr Jubiläum.
Dem Sprung in die Selbstständigkeit waren Umstrukturierungsmaßnahmen beim damaligen Arbeitgeber vorausgegangen. Als Ralph Seeberger dort Uwe Einspanier kennenlernte, ergriffen die beiden die Gelegenheit am Schopf. Sie hatten die Idee, die Internetangebote jener Kunden zu pflegen und modernisieren, die bislang von ihrem Arbeitgeber betreut wurden. „Das war nicht nur der Grundstein, sondern ein echter Meilenstein“, betont Ralph Seeberger. „Wir waren jung und abenteuerfreudig. Zum Glück, es hat sich ausgezahlt. Die Entscheidung zur Selbstständigkeit haben wir nie bereut,“ sagt der heute 46-Jährige.
Zunächst scharten die zwei Geschäftsführer ein kleines Team um sich, darunter Peter Bechold, der 2017 sein 15-jähriges Jubiläum bei regiogate GmbH feiert. Heute zählt das Unternehmen inklusive freier Mitarbeiter 20 Beschäftigte.
Zum Dienstleistungsangebot gehörte 2002 also das Erstellen von Webseiten. Kurz danach erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um den Geschäftsbereich „Print“, indem man unter anderem Telefonbücher für einen dritten Verlag herausgab. Kurz danach verlegte regiogate selber Telefonbücher in der Region.
Knapp fünf Jahre nach der Gründung entwickelte man in enger Zusammenarbeit mit einigen Kunden das eigene Content Management System „recon CMS“ – eine webbasierte Enterprise-Software zur Verwaltung von Internetseiten. Mittlerweise gibt es vorkonfektionierte Individuallösungen für Städte, Kommunen und Landkreise, für E-Commerce Anwendungen und Unternehmensportale.
„Insofern passt der Name regiogate heute besser denn je“, meint Ralph Seeberger. „Zu Beginn stand „regio“ für den starken Partner in der Region. Das sind wir auch jetzt noch, aber der lokale Bezug passt heute in doppelter Hinsicht, weil wir schwerpunktmäßig Online-Portale für Kommunen umsetzen.“
2013 erfolgte mit dem Einstieg ins Geschäftsfeld E-Commerce der jüngste Meilenstein der Internetagentur. Nachdem man eine eigene Edition für Onlineshops entwickelt hatte, lag der Gedanke nahe, selbst zum Internethändler zu werden. Auch hier spielte der regionale Bezug eine große Rolle, liegt die Agentur doch inmitten der Weinregion Franken. Im März 2013 ging Frankenweinliebhaber.de online – ein Versandshop für Frankenwein direkt vom Winzer aus Franken.
Im Blickpunkt: Städte und Kommunen in ganz Deutschland
Wo aber sehen die Geschäftsführer die Perspektiven für regiogate in den nächsten Jahren? „Wir haben uns in den vergangenen Jahren zu einer Fachagentur für kommunale Internetdienstleistungen entwickelt“ – so Ralph Seeberger. „Daher möchten wir diesen Geschäftsbereich in den kommenden Jahren verstärkt auf nationaler Ebene ausbauen und noch mehr Kommunen und Städte in ganz Deutschland mit dem eigenen CMS-Angebot erreichen“.
Ralph Seeberger meint zum Status quo bei regiogate: „Wir sind ein hoch motiviertes Team mit Experten aus allen Bereichen des Onlinemarketings. Es gibt keine großen Unternehmenshierarchien oder lange Entscheidungswege. Kommunikation findet immer auf Augenhöhe statt. Das macht unsere Stärke aus. Nur so können wir schnell auf Kundenwünsche und Änderungen im Markt reagieren. Damit das so bleibt, wollen wir nachhaltig und überschaubar wachsen – gesund eben.“
Um solche Ziele zu erreichen, kommt es neben den richtigen Mitarbeitern vor allem auf eins an: Ein Produkt, das einen selbst überzeugt. „Wie soll man die Kunden mit seiner Begeisterung anstecken, wenn man nicht selbst dafür brennt? Bei uns hat jeder Mitarbeiter sein Steckenpferd. Dieser Enthusiasmus ist unser Schlüssel zum Erfolg.“
Apropos Steckenpferd: Manuel Eis, Systemintegrator bei regiogate und Hobbykoch, bietet einmal in der Woche seinen Kollegen und zwei Chefs ein Drei-Gänge-Menü an – dann gibt es deutsche, italienische und griechische Küche – selbstverständlich kredenzt mit einem edlen Tropfen Frankenwein. Auch das fördert den Teamgeist und trägt zum guten Betriebsklima bei. Kein Wunder, wenn die Aussichten bei dem Würzburger IT-Dienstleister rosig sind.