Ich bin auf der Arbeit und nicht auf der Flucht! Ein oft genutzter Spruch, dessen Wahrheitsgehalt immer weiter sinkt. Immer mehr Menschen sind gleichzeitig auf der Flucht und auf der Arbeit. Abends hängen sie, wie angeschlagene Boxer, in den Seilen. Von den Ereignissen und dem Stress des Tages total erledigt. Den Gesprächspartnern bei Lieferanten und Kunden geht es keineswegs besser, genausowenig wie den Kollegen. Das Klima in den Gesprächen wird immer gereizter. Ein Termin jagt den anderen, niemand hat mehr Zeit. Jeder hat Druck, alles pünktlich und perfekt abzuliefern.
Nicht nur das Internet mit seiner Mailflut, auch das Handy sorgt für immer mehr Hektik im Arbeitsleben. Die immer größere Arbeitsgeschwindigkeit, von jedem erwartet wird, sorgt für Fehler, auch wenn es sich oft nur um Flüchtigkeitsfehler handelt. Jeder von diesen Fehlern wird sofort gnadenlos ausgeschlachtet.
Gerade einmal zwanzig Jahre ist es her, da traf nach einigen Tagen eine Reklamation bei der Geschäftsleitung ein, zu der man sich rechtfertigen musste, und damit war die Angelegenheit erledigt. Heute geht es nicht mehr um Tage, nicht einmal mehr um Stunden. Schon Minuten nach einer Reklamation hat der Verantwortliche eine Mail in seinem elektronischen Briefkasten, aber nicht nur er. Die Mail geht in Kopie direkt noch an zwanzig weitere Empfänger, von Kollegen über Team- und Abteilungsleiter bis hin zur Geschäftsleitung, obendrein noch einige Leute, deren Namen man noch nie gehört hat. Jeder wird gleichzeitig mit der Nase darauf gestoßen, dass man einen Fehler begangen hat. Bevor man selbst überhaupt merkt, dass man eine Mail bekommen hat gehen schon die Anrufe mit der Frage ein, was da los ist.
Fettnäpfchen, Fallgruben und Fehlerquellen, der Arbeitstag ist alles andere als ein Spaziergang, Hinterhalte befinden sich überall, Stress ist der Normalzustand. Für alles und Jedes wird eine Statistik erstellt. Insbesondere ältere Menschen leiden zunehmend unter der Geschwindigkeit des Arbeitsalltags, der sie überfordert. Im Gegensatz zu den jüngeren Kollegen, die in dieses Tempo hineingeboren sind und es nicht anders kennen. Gleichzeitig fehlt der Jugend häufig das Verständnis für die älteren Kollegen, die nicht „aus den Pötten“ kommen. Das lassen sie dann ihr Arbeitsumfeld spüren, was die Betroffenen weiter unter Druck setzt. Damit wird eine Teufelskreis in Bewegung gesetzt, der bei immer mehr Menschen ins Burn-out führt.
Der Kampf um einen Platz in der ersten Reihe wird immer gnadenloser. Dabei kommt es zu kleinen und größeren Niederlagen, die die Psyche durchaus belasten. Irgendwann kämpft man nicht mehr um einen Platz in der ersten Reihe, sondern um den Arbeitsplatz überhaupt. Schließlich warten genügend Bewerber vor der Tür nur auf eine frei werdende Stelle. Im nächsten Schritt denken Betroffene darüber nach, ob sich sich nicht lieber selbst eine neue Stelle suchen sollen, bevor man ihnen den Stuhl vor die Tür setzt, das Selbstwertgefühl und die Meinung, wie man in den Augen anderer dasteht, sinkt immer weiter. Aber das würde ja auch nur neue Probleme geben, wer weiß was dann im Zeugnis steht?
Teilweise glauben Arbeitnehmer ein perfektes Zeugnis in Händen zu halten, dabei ist es oft, aus der Geheimsprache übersetzt, lange nicht so gut, wie es auf den ersten Blick aussieht. Im schlimmsten Fall würde man das Arbeitszeugnis besser verbrennen. Nicht selten stehen in einem solchen Zeugnis auch Dinge, die dort absolut nichts zu suchen haben, aber wer weiß das schon?
Das neue Ebook „Mein Beruf und ich“ von Axel Alechsander listet über 2000 Zeugnisformulierungen, nach Schulnoten und Stellung im Betrieb auf, mit denen jeder die Möglichkeit hat, sein Zeugnis sozusagen zu übersetzen.
Außerdem gibt es insgesamt auf mehr als 300 Seiten Ratschläge, Tipps und Informationen für eine optimale Bewerbung, Vorbereitungen auf das Vorstellungsgespräch und wie man sich am besten im neuen Kollegenkreis einfügt und Anschluss findet. Weiter wird auf den Knigge im Berufsleben Bezug genommen, wie man den Arbeitsplatz optimal organisiert, ein gutes Zeitmanagement benutzt und Mitarbeiter führt. Insgesamt ein zeitloser Ratgeber für das gesamte Berufsleben.
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